Stand: 12.09.2017 18:44 Uhr

NSU-Prozess: Fünf Jahre Haft für Holger G. gefordert

Im Münchener NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft ihre Plädoyers gehalten. Neben einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe, hat sie am Dienstag auch Strafanträge gegen die angeklagten Helfer und Unterstützer gestellt - darunter Holger G. aus Lauenau (Landkreis Schaumburg). Die Bundesanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von fünf Jahren für den 43-Jährigen.

Videos
04:10

Welche Rolle spielte Holger G.?

06.05.2013 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Holger G. ist Beschuldigter und Belastungszeuge zugleich. Er hat dem NSU zu Papieren und Pistole verholfen, will aber von den Anschlägen seiner Freunde nichts geahnt haben. Video (04:10 min)

Leben im Untergrund ermöglicht?

Holger G. wird vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. G. soll seit dem Ende der 1990er-Jahre Kontakt zu dem Trio gehabt haben. Im Prozess hatte er sich bei den Angehörigen der Opfer des NSU entschuldigt und zugegeben, dem Trio Papiere beschafft und ihnen damit das Leben im Untergrund ermöglicht zu haben. Er habe aber nicht gewusst, dass aus seinen Freunden Terroristen geworden waren, sagte er. Holger G. war 2013 in Lauenau festgenommen worden. Nach eigenen Aussagen hat er sich mittlerweile von der rechten Szene gelöst.

Weitere Informationen
mit Video

Holger G. aus Lauenau und seine Rolle im NSU

Im NSU-Prozess hat die Staatsanwaltschaft heute lebenslänglich für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe gefordert. Mitangeklagt ist Holger G. aus Lauenau. Was wird ihm vorgeworfen? Ein Überblick. (12.09.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.09.2017 | 19:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:05

Eine Kuh mit Star-Allüren

10.12.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:44

Adventstürchen 10: Die drei warmen Brüder

10.12.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:51

"Come in": Pate, Oma und Freundin

10.12.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen