Stand: 29.03.2016 21:11 Uhr

Hundehalter ersticht fremde Hündin

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Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutz- und das Waffengesetz gegen den 59-Jährigen. (Themenbild)

In Hildesheim hat am Ostersonntag ein Hundebesitzer völlig unvermittelt den Hund einer Frau erstochen. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Nach Angaben der Polizei hatte alles ganz harmlos begonnen: Auf einer kleinen Grünfläche in der Innenstadt waren der Dalmatiner-Rüde des 59 Jahre alten Mannes und die Boxermischlings-Hündin der 43 Jahre alten Frau aufeinander getroffen. Die beiden Hunde seien sich auf Anhieb sympathisch gewesen, so ein Polizeisprecher, hätten sich beschnuppert, miteinander getollt und gespielt. Dann sei es zwischen den beiden Hunden zu einer Rangelei gekommen, so die Polizei - woraufhin der Besitzer des Dalmatiners plötzlich ein Messer zog und zustach.

Verbotenes Einhandmesser mit Zwölf-Zentimeter-Klinge

Die Hündin wurde bei dem Messerangriff so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort verblutete. Ihre Besitzerin rief daraufhin die Polizei. "Die Frau ist auch heute noch völlig fertig", sagte der Polizeisprecher am Dienstag. Den Angreifer trafen die alarmierten Beamten noch am Tatort an und nahmen seine Personalien auf. Zu dem Angriff selbst habe sich der 59-Jährige zunächst nicht geäußert, so der Sprecher. Er soll in den kommenden Tagen vernommen werden. Fest steht jedoch bereits, dass es sich bei seinem Messer um eine verbotene Waffe handelt: ein sogenanntes Einhandmesser mit einer zwölf Zentimeter langen Klinge. "Daher wird gegen den Mann nun nicht nur wegen Verstoßes gegen das Tierschutz-, sondern auch gegen das Waffengesetz ermittelt", so die Polizei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 29.03.2016 | 14:30 Uhr