Stand: 14.08.2015 09:31 Uhr

Gerissener Chihuahua - es waren Hunde, keine Wölfe

Nun ist es sicher: Der Chihuahua, der Anfang August im Wietzer Ortsteil Hornbostel (Landkreis Celle) angeblich von Wölfen getötet wurde, ist Hunden zum Opfer gefallen. Die Untersuchungen im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ergaben keinen Hinweis auf den 'Canis lupus lupus' (europäischer Wolf). Vielmehr wiesen die Speichelreste das genetische Profil eines Hundes mit Verdacht auf Wolfhund auf", hieß es in einer Mitteilung des NLWKN vom Donnerstag.

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Toter Hund - waren es tatsächlich Wölfe?

In Wietze im Landkreis Celle ist ein kleiner Hund totgebissen worden - obwohl sein Besitzer ihn an der Leine führte. Noch ist offen, ob Wölfe hinter dem Angriff stecken. (07.08.2015) mehr

Attacke beim Spaziergang

Am Abend des 5. August war ein Hundehalter nach eigenen Angaben mit einem Chihuahua und einem Terrier durch ein Waldstück bei Hornbostel spaziert, als plötzlich drei gräuliche Tiere vor ihm standen. Die Tiere, die nach Schilderung des Mannes wie Wölfe aussahen, hätten dann seine angeleinten Hunde umzingelt und seien zum Angriff übergegangen. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Polizei: "Kein Straftatbestand"

Die Polizei will jetzt herausfinden, wo in der Gegend Wolfhunde gehalten werden. Einen Straftatbestand sehe er hier nicht erfüllt, so ein Sprecher gegenüber NDR.de. Doch es solle nun überprüft werden, ob der Halter der Wolfhunde alle Regularien eingehalten habe und die Tiere ordnungsgemäß gemeldet sind.l

Chronologie: Der Wolf in Niedersachsen (ab 2015)