Stand: 21.01.2016 07:47 Uhr

Garbsen buhlt um Continental

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Garbsens Bürgermeister Christian Grahl möchte den Continental-Verwaltungssitz in seine Stadt holen.

Die Stadt Garbsen buhlt um Continental: Weil der Verwaltungssitz des Unternehmens an der Vahrenwalder Straße im Norden von Hannover inzwischen zu klein für den Weltkonzern geworden ist, sucht der Reifenhersteller nach einem neuen Standort. Bei dem Neubau geht es nach Angaben des Unternehmens um Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Am Mittwoch haben Garbsens Bürgermeister Christian Grahl (CDU) und Baudezernent Frank Hauke gemeinsam für ihre Stadt geworben.

Gute Verkehrsanbindung und geringe Gewerbesteuern

Die freien Flächen im Umfang von 25 Hektar in der Garbsener Mitte direkt am Rathaus seien perfekt geeignet, hieß es. "Wir haben eine hervorragende Verkehrsanbindung mit der A 2 und der A 7, mit dem Flughafen Langenhagen, mit der Stadtbahnanbindung und dem öffentlichen Personennahverkehr", sagte Grahl gegenüber NDR 1 Niedersachsen. "Außerdem haben wir eine hervorragende Anbindung durch die Bundesstraße 6 und durch das Gewerbe, das dort angesiedelt ist. Alles liegt in unmittelbarer Nähe", so der Bürgermeister weiter. Hinzu komme, dass die vorgesehenen Flächen noch frei gestaltet werden könnten. Außerdem seien die fälligen Gewerbesteuern vergleichsweise gering. Mögliche Einnahmen spielten für die Stadt nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt stehe die Stadtentwicklung, sagte Grahl.

Mehrere Bewerber in Hannover und der Region

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Für einen Conti-Neubau stünden freie Flächen direkt am Rathaus zur Verfügung.

Grahl weiß, dass Garbsen Mitbewerber hat. Nun sei der Reifenhersteller am Zug. "Ich kann mir vorstellen, dass Conti relativ schnell entscheidet. Und das wäre ja für alle Beteiligten gut - für die Standorte, die nicht zum Zuge kommen und natürlich auch für den Sitz, der zum Zug kommt", so Grahl. Bei Conti selbst wollten sich die Verantwortlichen gegenüber NDR 1 Niedersachsen nicht konkret zur Garbsen äußern. Es gebe eine Liste mit mehreren Standorten in der Landeshauptstadt und der Region Hannover, sagte ein Unternehmens-Sprecher. Die werde man nun abarbeiten und dann zeitnah eine Entscheidung fällen.

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