Stand: 15.02.2016 15:20 Uhr

BGH: Neuer Prozess um zerstückelte Leiche

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Die Leiche soll in einer Pension im sächsischen Gimmlitztal zerstückelt worden sein. (Archiv)

Der Bundesgerichtshofes (BGH) beschäftigt sich im April mit dem Tod eines 59-jährigen Geschäftsmannes aus Hannover. Ein Ex-Kriminalkommissar aus Sachsen soll den Mann auf dessen Wunsch hin getötet und dann zerstückelt haben. Das Landgericht Dresden hatte den Kommissar bereits im Frühjahr 2015 zu achteinhalb Jahren Haft wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt. Weil der Niedersachse offenbar davon träumte, geschlachtet und verspeist zu werden, verzichtete das Gericht auf eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Angeklagter fordert Freispruch

Die Staatsanwaltschaft will mit der Revision vor dem BGH in Leipzig nun eine lebenslange Strafe erreichen, der Angeklagte hingegen fordert einen Freispruch. Er erklärte bereits im ersten Prozess, dass sich der 59-Jährige aus Hannover selbst stranguliert hatte. Der Fall werde am 6. April beim Fünften Strafsenat in Leipzig verhandelt, teilte der BGH am Montag in Karlsruhe mit.

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