Stand: 19.06.2017 13:26 Uhr

AfD entscheidet über erneute Listenaufstellung

Die AfD in Niedersachsen will am Dienstag bekannt geben, ob sie die Aufstellung der Kandidatenliste für die Bundestagswahl wiederholt. Der Bundesvorstand der Partei habe das empfohlen, so der Landesvorsitzende Paul Hampel. Sollte Wahlleiterin Ulrike Sachs ausreichend Gründe für eine Wiederholung sehen, will Hampel diesen Schritt nicht ausschließen. "Die Sorge des Bundesvorstands ist ja berechtigt", so der Landesvorsitzende. Anlass ist eine Affäre um gefälschte Behördenschreiben.

Bundesvorstand zahlt vorerst keinen Vorschuss

Der Bundesvorstand hat derweil die Notbremse gezogen. Der von Hampel für Mitte Juli erbetene 50-Prozent-Vorschuss der Bundespartei für die Kosten des Landtagswahlkampfes in Höhe von rund 350.000 Euro soll vorerst nicht ausgezahlt werden. Zunächst müsse geklärt werden, ob der AfD-Landesverband seine Verpflichtungen gegenüber den Kreisverbänden korrekt nachgekommen sei.

"Kein Grund zur Beunruhigung"

Denn daran gibt es Zweifel: Zehn Kreisverbände sollen über fehlendes Geld des Landesverbands klagen, heißt es im Politikjournal "Rundblick". Demnach geht die AfD auch Hinweisen nach, es sei zu "nicht vertretbaren Spesenausgaben" des Landesvorstands gekommen. Hier ist unter anderem von einer "dauerhaften Mietwagennutzung" die Rede.

Kein Grund zur Beunruhigung, sagt der AfD-Landesvorsitzende Hampel: "Das schaue ich mir erst mal in Ruhe an". Den Wahlkampf könne der Landesverband im Zweifelsfall auch ohne die Finanzhilfen stemmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.06.2017 | 12:00 Uhr

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