Stand: 10.09.2015 21:45 Uhr

Wieda gründet Bürgerwehr gegen Wildschweine

Dass Rehe oder Waschbären im Herbst und Winter auf Futtersuche in den Garten kommen, das kennen in ländlichen Gegenden viele. Doch das, was in Wieda im Südharz gerade passiert, ist nicht mehr alltäglich. Wildschweine treiben hier ihr Unwesen. Sie zerstören nicht nur Spielplätze, den Kurpark und zahlreiche Gärten, sie sind abends sogar in den Straßen des kleinen Ortes unterwegs. Die Einwohner fordern Lösungen. Mit einem Maßnahmenpaket wollen Bürgermeister Klaus-E. Gröger (CDU), Einwohner und die Niedersächsischen Landesforsten der Wildschweinplage nun ein Ende bereiten. Zunächst wird eine Bürgerwehr gegründet.

Eber im Garten: Wildschweine hinterlassen große Schäden in den Gärten der Anwohner

Wildschwein-Alarm: Wieda in Sorge

Hallo Niedersachsen -

Wenn es Nacht wird im Südharz, schlägt die Stunde der Wildschweine: Auf Futtersuche marodieren sie durch die Vorgärten - in Wieda fühlen sie sich offensichtlich sauwohl.

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Wildschweine zum Abschuss freigeben?

Die Mitglieder der Bürgerwehr sollen die Tiere mithilfe von Lärm aus nahegelegenen Waldgebieten vertreiben. Außerdem will der Bürgermeister eine Schreckschussanlage am Ortsrand installieren. Einige Bürger fordern, die Wildschweine auch innerhalb des Ortes zum Abschuss freizugeben. Doch das ist gesetzlich verboten. Und es gefährde Menschen, sagte Forstamtleiter Hubertus Köhler. Deshalb rate er ohnehin davon ab. Besser sei es, eine Treibjagd zu organisieren - später im Jahr, wenn das Jagen laut Naturschutzgesetz wieder erlaubt ist.

Zu viel Schwein gehabt

 

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