Stand: 26.02.2016 09:50 Uhr

Trotz Verlustes: Salzgitter AG leicht optimistisch

Bei der Salzgitter AG, Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller, löst die Branchenkrise weiter Alarm aus. Am Freitag hat der MDax-Konzern seine Prognose vorgelegt: Wegen der Billigimporte aus China, aufgrund des Preisverfalls und vieler kaum ausgelasteten Fabriken traut sich der MDax-Konzern im laufenden Jahr vor Steuern nur "in etwa" eine schwarze Null zu - unter Vorbehalt. Damit sind rote Zahlen im Konzern auch im Jahr 2016 möglich. "Wir werden daher in unseren Anstrengungen, den Salzgitter-Konzern weiter zu optimieren, nicht nachlassen", kündigte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann an.

Sonderaufwand nach Gerichtsurteil

Unter dem Strich erhöhte sich der Verlust 2015 mit 45,5 Millionen Euro noch einmal merklich; der Fehlbetrag wuchs um 43 Prozent. Der wesentliche Grund für den negativen Sprung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs zur steuerlichen Behandlung von Dividendenerträgen. Die Entscheidung sorgte für 26,5 Millionen Euro Sonderaufwand. Auf der Habenseite ist zu vermerken, dass sich die Salzgitter AG im vergangenen erstmals seit 2011 zumindest im Ergebnis vor Steuern (EBT) wieder in die schwarzen Zahlen kämpfte: Es gab 12,6 Millionen Euro plus (2014: minus 15,2 Millionen Euro). Dazu trug ein hartes Sparprogramm bei.

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In Brüssel haben am Montag rund 150 Beschäftigte der Salzgitter AG an Protesten gegen Billig-Konkurrenz aus China teilgenommen. Sie fürchten wegen der Dumping-Preise um ihre Arbeitsplätze. (15.02.2016) mehr

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.02.2016 | 09:30 Uhr