Stand: 01.06.2017 15:44 Uhr

Weniger Stahl beim Stahlhersteller

Die Salzgitter AG will sich breiter aufstellen und die stahlfernen Aktivitäten ausbauen. Der Stahl bleibe jedoch die DNA von Deutschlands zweitgrößtem Stahlproduzenten. "Wir sind aber mittlerweile auch ein breiter aufgestelltes Technologieunternehmen", sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann bei der Hauptversammlung am Donnerstag in Braunschweig. Fuhrmann prognostizierte eine weitere Stärkung des Unternehmens und wiederholte bereits Anfang Mai genannte Zahlen: Für 2017 werde ein Vorsteuergewinn zwischen 125 Millionen und 175 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz soll auf etwa 9 Milliarden Euro steigen. Damit werde für 2017 die vierte Ergebnissteigerung in Folge angestrebt, sagte Fuhrmann. Auch die erfolgreich angelaufenen Sparprogramme sollten fortgesetzt werden. Für die Anteilseigner schlug Fuhrmann wie erwartet eine Dividende von 30 Cent je Aktie vor.

Der Pfeil zeigt nach oben

Die Tendenz untermauert die Prognose, eine erneute Ergebnissteigerung zu schaffen: Nach den ersten drei Monaten legte das Unternehmen das beste Quartalsergebnis seit 2008 vor. Unter dem Strich verdiente Salzgitter von Januar bis März 48,7 Millionen Euro - nach einer Million Euro im Vorjahreszeitraum. Nach verlustreichen Vorjahren hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr gut 57 Millionen Euro Gewinn gemacht. Doch aus eigener Kraft stünde das Unternehmen wohl weniger gut da. In der Rückschau räumte der Vorstand ein, dass neben besseren Stahlpreisen die Verhängung von Strafzöllen gegen chinesische Importe durch die EU-Kommission Wirkung gezeigt habe. "Wäre der EU-Markt offen geblieben wie noch zur Jahreswende 2015/2016, würden wir weitaus weniger erfreuliche Zahlen sehen", sagte Fuhrmann in der Braunschweiger Stadthalle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 01.06.2017 | 14:30 Uhr

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