Stand: 15.08.2017 12:14 Uhr

Plasma-Partnerschaft in Göttingen startet

Es sieht aus wie kleine Blitze - Plasma. Das entsteht, wenn man einem Gas so viel Energie zuführt, dass Elektronen die Atomhüllen verlassen. So wird es elektrisch leitfähig. In geringen Dosen lassen Göttinger Forscher der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) das Plasma auf die Haut treffen. Denn die kleinen Blitze können Wunden heilen und Läuse auf der Kopfhaut töten. Heute starten die Forscher eine Forschungspartnerschaft zum Plasma. Die Wissenschaftler kooperieren mit 13 Betrieben aus dem medizintechnischen Bereich. "Plasmatechnologien aus Südniedersachsen - Impulse für ein gesundes Leben" nennt sich die Partnerschaft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Initiative mit 6,5 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren.

Plasmastrahlung.

Plasma - eine zukunftsorientierte Technologie

Hallo Niedersachsen -

Seit 23 Jahren erforschen Wissenschaftler in Göttingen das Plasma. Auf der Technologie ruhen große Hoffnungen. Bereits jetzt wird es in der Wundheilung eingesetzt.

4,79 bei 19 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Forscher entwickeln Plasma-Kamm gegen Läuse

Neben der Wundheilung erforschen die Göttinger, wie sich Plasma beispielsweise als keimabtötender Handtrockner verwenden lässt. Verantwortlich für das Projekt ist der Vize-Präsident der HAWK, Professor Wolfgang Viöl. Er leitet das dortige Fraunhofer-Institut für Plasma und Photonik. Zuletzt hatten er und sein Team einen Plasma-Kamm entwickelt, der Kopfläuse und deren Eier abtötet. Kopfhaut und Haare bleiben intakt. Auch als Mittel gegen Neurodermitis soll Plasma wirksam sein.

Plasma verändert Oberflächeneigenschaften

Plasma gilt als vierter Aggregatzustand nach fest, flüssig und gasförmig. Auf Kunststoffen und Metallen verändert es Oberflächeneigenschaften. Das machen sich die Göttinger Forscher zu Nutze. Als einzige Hochschule in Niedersachsen hat die HAWK im vergangenen Jahr beim Bundeswettbewerb "Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region" gewonnen und so die Fördersumme eingestrichen.

Weitere Informationen
04:00

Forschungsland: Kaltes Plasma

13.02.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Bekannt sind die Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig. Aber es gibt noch einen vierten: das Plasma. Etwa 50 Mitarbeiter der HAWK Göttingen erforschen es. Video (04:00 min)

Neuer Plasma-Kamm tötet sämtliche Kopfläuse

Diese Nachricht dürfte unzählige Eltern interessieren: Forscher vom Fraunhofer-Institut in Göttingen haben einen Plasma-Kamm entwickelt, der Kopfläuse leicht und zuverlässig entfernt. (24.01.2016) mehr

Mit Mini-Plasma-Blitzen gegen Neurodermitis

In Göttingen ist ein Gerät zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Neurodermitis entwickelt worden. Plasma-Bitze gehen auf die Haut über, sodass Bakterien neutralisiert werden. (10.06.2014) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.08.2017 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

02:49

Winterwetter: Zäher Verkehr auf der A 2

11.12.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
04:11

Birigt Honé: Ministerin für Europa-Angelegenheiten

11.12.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
01:15

Tarifverhandlungen bei Volkswagen gestartet

11.12.2017 16:00 Uhr
NDR//Aktuell