Stand: 29.06.2015 12:13 Uhr

Mutter setzt Pfefferspray gegen andere Kinder ein

Dass es auf Spielplätzen manchmal auch rau zugehen kann, weiß wahrscheinlich jeder. Kinder streiten sich um Schaufel und Eimerchen - bis jemand weint. Dann müssen Eltern schlichten. Es gibt aber auch jene Eltern, die rabiat Stellung im "Sandkastenkrieg" beziehen. Eine Mutter in Peine hat am Sonntagnachmittag ihre Beschützer-Rolle offenbar zu ernst genommen und nach dem Prinzip der "Vorwärtsverteidigung" gegen andere Kinder Pfefferspray eingesetzt. Das Ergebnis: Drei Kinder im Alter zwischen elf und 15 Jahren sowie eine Rollstuhlfahrerin erlitten nach Angaben der Polizei leichte Reizungen im Gesicht.

Polizei: "Ungewöhnlicher Vorfall"

Aus Sicht der 20-jährigen Mutter hätten die anderen Kinder beim Ballspielen nicht genug Rücksicht auf ihr einjähriges Kind genommen. Zeugen sagten später aus, dass die 20-Jährige die älteren Kinder zunächst ermahnt habe. Diese hätten jedoch darauf nicht reagiert. Danach habe die junge Mutter zum Pfefferspray gegriffen und losgesprüht. Nachdem die Frau den Spielplatz nach der Pfefferspray-Attacke einfach verließ, hätten Zeugen die Frau bis zu ihrer Wohnung verfolgt und die Polizei alarmiert.

Spray gefährlich für die Augen

Gegen die Frau sei ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet worden, teilte die Polizei am Montagvormittag mit. "Das ist schon ein eher ungewöhnlicher Vorfall", sagte ein Polizeisprecher. Es müsse nun geklärt werden, um welche Art von Pfefferspray es sich gehandelt habe. Der Vorfall auf dem Spielplatz sei vergleichsweise glimpflich verlaufen. Durch Pfefferspray könnten die Augen im schlimmsten Fall auch dauerhaft geschädigt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.06.2015 | 12:00 Uhr