Stand: 11.02.2016 12:33 Uhr

Mitbewohner getötet: 19-Jähriger bestreitet Tat

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Der 19-Jährige ist wegen Totschlags vor dem Landgericht Braunschweig angeklagt. (Themenbild)

Erst soll er seinem 17-jährigen Mitbewohner sieben Mal mit einem Hammer gegen den Kopf geschlagen haben. Danach soll er sich auf den Brustkorb des Marokkaners gekniet und ihm Mund und Nase zugehalten haben. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Braunschweig hat ein 19-jähriger Angeklagter über seinen Anwalt am Donnerstag bestritten, seinen Mitbewohner getötet zu haben. Der junge Mann aus Salzgitter ließ erklären, dass er sich darüber hinaus nicht äußern werde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen Totschlag vor.

"Es kann günstig sein, Angaben zu machen"

Der Vorsitzende Richter sagte, es sehe nicht gut aus für den Angeklagten. "Wenn Sie die Tat begangen haben sollten, kann es für Sie günstig sein, hier Angaben zu machen." Der 19-Jährige blieb jedoch bei seiner Ankündigung - und sagte nichts. Mitarbeiter der städtischen Müllentsorgung hatten die in Müllsäcke verpackte Leiche des 17-Jährigen im September in einem Teich im Stadtpark von Salzgitter gefunden. Später sagte der 19-Jährige in einer Vernehmung aus, in der Nacht einen Fremden in die Wohnung kommen gehört und auch kurz gesehen zu haben. Seinen Mitbewohner hätte er zu diesem Zeitpunkt schon seit Längerem nicht angetroffen.

Die Verhandlung soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Das Gericht hat insgesamt acht Termine angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 11.02.2016 | 06:30 Uhr