Stand: 15.03.2016 14:50 Uhr

Hunderte Arbeitsplätze bei Salzgitter AG bedroht

Die Zahlen sind jüngst besser geworden - trotzdem gibt es schlechte Nachrichten von der Salzgitter AG, Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller. An vier Standorten will die Salzgitter AG insgesamt mehrere Hundert Jobs streichen. "Das Volumen fällt aber deutlich geringer aus als beim Programm 'Salzgitter AG 2015', mit dem mehr als 1.500 Arbeitsplätze abgebaut wurden", sagte Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann in einem Interview der "Braunschweiger Zeitung" (Mittwochausgabe). Genaue Zahlen nannte er nicht. Betroffen seien die Werke Ilsenburg, Mühlheim/Ruhr, Hamm und Siegen, bestätigte ein Konzernsprecher.

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Billige Konkurrenz aus Fernost

In diesen Werken werden vornehmlich sogenanntes Grobblech sowie mittelgroße Leitungsrohre gefertigt. Die Nachfrage nach diesen Produkten sei derzeit schwach, so Fuhrmann. Der Grund seien unter anderem Billigimporte aus China. "Wir wollen die Werke nicht schließen, sondern erhalten. Aber das geht bedauerlicherweise nicht ohne einschneidende Maßnahmen", sagte der Konzernchef der Zeitung weiter. Bereits Ende Februar hatte er weitere Sparbemühungen angekündigt - doch von Stellenabbau war damals noch nicht die Rede gewesen.

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