Stand: 17.03.2016 14:09 Uhr

Flugzeugabsturz: 83-Jähriger nicht vernehmungsfähig

"Die Ursache ist weiterhin völlig unklar", sagte Polizeisprecher Thomas Reuter am Donnerstag NDR.de. Am Mittwoch war ein 83-Jähriger mit seinem Segelflugzeug in Groß Oesingen im Landkreis Gifhorn abgestürzt und dabei schwer verletzt worden. "Der Pilot ist nach wie vor nicht vernehmungsfähig", so Reuter. Augenzeugen hätten sich bisher nicht gemeldet. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig haben die Ermittlungen aufgenommen. "Wir untersuchen die Faktoren Mensch, Maschine und Umwelt", sagte Sprecher Germout Freitag NDR.de. "Zurzeit sammelt ein Flugunfalluntersucher alle Informationen." Bis die Ursache feststehe, könne es aber mehrere Monate dauern.

Segelflugzeug verunglückt kurz vor Landeplatz

Jedes Jahr zum Fliegerarzt

Unter anderem werde nun auch geprüft, ob der 83-jährige Pilot eine gültige Flugerlaubnis hatte. "Ein Pilot muss jedes Jahr zur flugärztlichen Untersuchung", so Polizeisprecher Reuter. "Dabei wird er auf Herz und Nieren geprüft." Ein Fliegerarzt untersuche dabei unter anderem Seh- und Hörvermögen, Kreislauf und Gleichgewichtssinn. Auch ein Belastungs-EKG gehöre dazu.

Rettungshubschrauber bringt Mann in Klinik

Die einsitzige motorbetriebene Maschine des 83-Jährigen war laut Feuerwehr wenige hundert Meter vor dem Landeplatz Zahrenholz auf einen Acker gestürzt. Der Pilot hatte sich offenbar schon im Landeanflug befunden, als er die Kontrolle über die Maschine verlor. Laut Feuerwehr herrschte zum Unglückszeitpunkt starker Wind. Die Einsatzkräfte mussten den Mann mit schwerem Gerät aus der Unglücksmaschine befreien. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.03.2016 | 06:00 Uhr