Stand: 07.02.2016 16:13 Uhr

Das Jahr danach: Braunschweiger feiern wieder

Auch wenn an der Strecke anfangs nicht ganz so viele Zuschauer standen wie sonst: Die Braunschweiger Jecken laufen wieder! Nachdem der Schoduvel-Umzug vergangenes Jahr wegen einer Terrorwarnung kurzfristig abgesagt wurde, ließen sich die Karnevalisten nicht schrecken. Unter dem Motto "Jetzt erst recht" sind sie am Sonntagnachmittag zu Tausenden und mit 120 bunt geschmückten und aufwendig gestalteten Wagen durch die Innenstadt gezogen.

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Brunswiek Helau! Die Jecken genießen ihren Karneval

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Terrorangst ist Thema auf Motivwagen

Die Absage 2015 war trotzdem Thema - etwa beim Motivwagen"Terror trifft uns alle". Darauf war ein riesiges Styropor-Gespenst mit Zündschnur, Hammer und Sägeblatt zu sehen, das drohend vor mehreren Menschen steht. In ihrer Angst lehnen sie sich zurück - versuchen, auszuweichen. Der Wagen wurde bereits in der vergangenen Woche vorab präsentiert. Die Jecken wollten damit deutlich machen: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

Religionsvertreter auf dem Wagen des Zugmarschalls

Der Umzug sollte ein Zeichen für Toleranz setzen und "zeigen, dass der Karneval auch Religionen verbinden kann", so Zugmarschall Gerhard Baller. Auf einem Wagen war deshalb das türkische Wort für Frieden zu lesen, Baris lautet es. Auf diesem Wagen wollten Angehörige von Glaubensrichtungen mitfahren, die sich in anderen Teilen der Welt bekämpfen, nämlich Sunniten, Schiiten, Aleviten und Jesiden. Auch auf dem Umzugswagen des Zugmarschalls sollten Vertreter verschiedener Religionen mitfahren. Der evangelische Landesbischof Christoph Meyns war ebenso dabei wie der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, der Vorsitzende des Braunschweiger Rats der Muslime, Hayri Aydin, und für die jüdischen Gemeindenin Niedersachsen die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands, Marina Jalowaja. Um ein friedliches Miteinander ging es auch auf dem Motivwagen der "Fünf Freunde". Die Idee stammte von fünf jungen Männern, die gemeinsam Abitur gemacht haben und aus Deutschland, Vietnam, Polen, der Türkei und von der Elfenbeinküste stammen.

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