Stand: 29.03.2016 14:58 Uhr

Anklage wegen Mordes an Göttinger Studentin

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat eine 28-jährige Studentin wegen Mordes angeklagt. Im Oktober vergangenen Jahres soll die Frau eine 24-Jährige in deren Wohnung in einem Studentenwohnheim mit mehreren Messerstichen getötet haben. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Eifersucht: Das Opfer soll eine Beziehung mit dem ehemaligen Lebensgefährten der Angeklagten gehabt haben. Die 28-Jährige bestreitet die Tat.

Tötung war laut Anklage geplant

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Angeklagte die Tat geplant hatte. Ein Treffen zwischen den Frauen war nach Erkenntnissen der Polizei nicht verabredet gewesen. Es sei wahrscheinlich, dass die 28-Jährige die 24-jährige Studentin unangekündigt und mit der Absicht besucht habe, ihr das Leben zu nehmen, glauben die Ermittler.

Zeugen führen auf die Spur der Angeklagten

Eine Freundin der Studentin hatte die Polizei eingeschaltet, nachdem sie ihre Kommilitonin längere Zeit nicht erreichen konnte. Polizeibeamte hatten sich daraufhin Zutritt zur Wohnung der Studentin verschafft und dort ihre Leiche gefunden. Auf die Spur der mutmaßlichen Täterin kamen die Ermittler durch Aussagen von Zeugen aus dem Studentenwohnheim. Insbesondere der Mann, um den es in dem vermuteten Eifersuchtsdrama ging, erhärtete in seiner Vernehmung den Verdacht gegen die 28-Jährige. Er ist 30 Jahre alt und stammt - ebenso wie Tatverdächtige und Opfer - aus China.