Stand: 08.02.2016 15:44 Uhr

Volkswagenstiftung investiert in Meeresforschung

Die Belastung der Meere mit Plastik ist ein globales Umweltproblem. Zwischen Nordamerika und Asien bewegt sich der größte Plastikmüllstrudel der Welt - rund 100 Millionen Tonnen Kunststoff zirkulieren im Pazifik. Auch vor der Nordsee und den niedersächsischen Küstenabschnitten macht der Plastikmüll keinen Halt. Große Mengen PET-Flaschen, Plastikspielzeug und Müll werden hier angeschwemmt. Und das hat schon jetzt gravierende Auswirkungen auf die Meeres-Ökosysteme. Die Universität Oldenburg beschäftigt sich jetzt in einem Projekt mit der Makroplastik-Verschmutzung in der südlichen Nordsee. Das Projekt ist eines von sechs geförderten Forschungsvorhaben, die die Volkswagenstiftung gemeinsam mit dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium realisiert. Insgesamt fließen acht Millionen Euro in die Meeres- und Küstenforschung.

Sechs Projekte für den Schutz des Meeres

Zwischen Krillen und Seegras

Neben der Makroplastik-Problematik beschäftigen sich die Projekte unter anderem mit der Wiederansiedlung von Seegras an der Nordseeküste sowie mit den Ursachen für die Abnahme des Krillbestands im Südpolarmeer in Folge des Klimawandels. "Klimawandel und Umweltbelastung der Meere und Küsten sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit", so Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). An den Projekten sind neben der Universität Oldenburg auch die Leibniz-Uni Hannover, die TU Braunschweig sowie die Hochschule Hannover beteiligt. Auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung und das Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven werden gefördert.

Das Geld stammt aus dem "Niedersächsischen Vorab". Einen Teil der jährlich verfügbaren Fördermittel der Volkswagen-Stiftung erhält das Land Niedersachsen "vorab". Damit werden Forschungsvorhaben an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen des Bundeslandes unterstützt.