Stand: 08.03.2016 08:58 Uhr

VW: Anlegerklagen mit Sammelverfahren abräumen

Mit einem Sammelverfahren will Volkswagen die vielen Klagen seiner Aktionäre im Zuge der Abgas-Affäre klären lassen - und sieht sich siegesgewiss. Der Wolfsburger Autokonzern hat vor dem Oberlandesgericht Braunschweig einen Antrag auf ein sogenanntes Musterverfahren gestellt. Das geht aus einer Erwiderung des Autobauers auf die Anlegerklagen hervor. Die Aktionäre bemängeln, dass VW zu spät über das Ausmaß der Abgas-Affäre informiert habe. Sie sehen sich wegen Verlusten an der Börse um viel Geld gebracht.

Ein VW-Werk.

VW-Affäre: Wer wusste wann was?

Hallo Niedersachsen -

In der VW-Abgas-Affäre soll die Konzernspitze die Aktionäre viel zu spät informiert haben - und damit für deren Verluste verantwortlich sein. Stimmt das? Wer wusste wann was?

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Chancen für Kläger erhöht?

Die Chancen auf einen Prozesserfolg klagender geschädigter VW-Aktionäre hätten sich mit einem Sammelverfahren deutlich erhöht, hieß es von der Tübinger Anwaltskanzlei, die nach eigenen Angaben die erste Aktionärsklage in Deutschland gegen VW eingereicht habe.

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Über das gesamte Ausmaß des Abgas-Skandals mit elf Millionen betroffenen Wagen informierte Volkswagen Ende September die Öffentlichkeit.

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