Stand: 13.01.2016 16:42 Uhr

Meyer: Zu viel Mist auf Niedersachsens Feldern

Im Agrarland Niedersachsen werden die zulässigen Nährstoffgrenzwerte in mehreren Landkreisen weiterhin überschritten. Die jährliche Düngung mit rund 80.000 Tonnen Stickstoff übersteigt noch immer deutlich den Bedarf der Pflanzen. Dies geht aus dem jährlichen Nährstoffbericht hervor, den Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Mittwoch vorgestellt hat. Insbesondere in Regionen mit intensiver Viehhaltung im Nordwesten gibt es offenbar Probleme. Obwohl die Anzahl von Schweinen und Geflügel leicht zurückgeht, ist die Menge an Wirtschaftsdünger insgesamt leicht angestiegen. Demnach fielen von Juli 2014 bis Juni 2015 landesweit rund 59,6 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger an, also Gülle, Festmist und Gärreste aus Biogasanlagen. Das sind knapp 400.000 Tonnen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ein Trecker fährt über ein Feld und verteilt Dünger.

Nutztiere produzieren zu viel Gülle

Hallo Niedersachsen -

Niedersachsens Nutztiere produzieren immer mehr Gülle. Zuviel davon an einem Ort ist schlecht fürs Grundwasser. Doch die Umverteilung in andere Landesteile klappt noch nicht richtig.

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"Trendwende noch nicht erreicht"

"Das Mengenproblem bei Gülle und Gärresten ist noch nicht gelöst, wir haben die Trendwende noch nicht erreicht", sagte Meyer. Der Nährstoffbericht wird von der Landwirtschaftskammer seit 2013 jährlich im Auftrag des Ministeriums erstellt. Da in diesem Jahr das Düngegesetz gemäß den EU-Anforderungen erneuert werden soll, kommt dem Thema eine besondere Bedeutung zu. Bereits in den vergangenen beiden Jahren stellte der Bericht für Niedersachsen einen Anstieg des Nährstoffanteils aus Dung und Gärresten fest. Im Zeitraum 2013 bis 2014 waren es landesweit 59,2 Millionen Tonnen.