Stand: 31.07.2017 08:02 Uhr

Hochwasser hinterlässt keine neuen Schäden

Das Hochwasser hat in Niedersachsen am Wochenende keine weiteren größeren Schäden angerichtet. Die Pegelstände im Landkreis Celle und im Heidekreis sind nicht so stark angestiegen wie im Vorfeld angenommen. Die meisten Messstellen im Land melden am Montagmorgen sinkende Wasserstände.

Drei Männer sitzen auf einer Bank auf einer überfluteten Wiese und trinken Bier.

Lage nach Hochwasser entspannt sich

Hallo Niedersachsen -

Im Kanuverein in Altencelle sehen sie das Hochwasser gelassen. Und auch sonst hat sich die Lage entspannt. Ortsbrandmeister Markus Hirsch aus Bad Harzburg zieht Bilanz.

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Entwarnung in Celle und Schwarmstedt

In Schwarmstedt (Heidekreis) fließen Aller und Leine zusammen. Die Einsatzkräfte hatten daher befürchtet, dass die Leine aufgrund des hohen Wasserstandes der Aller nicht ablaufen könnte. Das war aber nicht der Fall. Am Sonntag hatte die Feuerwehr die betroffenen Anwohner noch mit Lautsprechern vor der Hochwassergefahr gewarnt. In Celle werden die Dämme nach Angaben der Feuerwehr regelmäßig kontrolliert, um mögliche Schäden schnell zu erkennen. Bislang habe es aber keine Einsätze gegeben, so ein Sprecher.

Die Bilder zum Hochwasser in Niedersachsen

Leine bei Neustadt am Rübenberge sinkt

Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover war am Wochenende von dem stark steigenden Wasserstand in der Leine überrascht worden. Der Fluss war teilweise um zehn Zentimeter die Stunde angestiegen und erreichte am Sonntag einen Stand von 5,67 Meter. Kritisch werde es ab einem Pegelstand von 5,80 Meter, hieß es von der Stadt. Seit Sonntag fällt der Wasserstand der Leine in der Stadt nördlich von Hannover wieder. Die Landeshauptstadt hat das Hochwasser nach Angaben der Feuerwehr glimpflich überstanden.

Wolfenbüttel räumt auf

In Wolfenbüttel laufen die Aufräumarbeiten derweil auf Hochtouren. Alle vollgelaufenen Keller von Privathäusern seien leergepumpt und der Strom wieder eingeschaltet. Die Stadtverwaltung hat damit begonnen, den Sperrmüll einzusammeln. Sorgen bereitet den Verantwortlichen allerdings noch das Gymnasium Große Schule. Das historische Gebäude wurde stark beschädigt. Bürgermeister Thomas Pink (CDU) dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Ohne die vielen Helfer sei in Wolfenbüttel sicher ein noch höherer Schaden entstanden, so Pink.

Schaden in Millionenhöhe an der Uni Hildesheim

Besonders hart traf das Hochwasser auch den Kulturcampus der Universität Hildesheim - hier entstand ein Schaden im siebenstelligen Bereich. Das Gebäude liegt in einer denkmalgeschützten Burganlage. Die Folgen würden den Lehrbetrieb wohl noch im Wintersemester schwer belasten, sagte eine Sprecherin.

Weil verspricht "unbürokratische Soforthilfe"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) versprach den Opfern des Hochwassers "unbürokratische Soforthilfe". Einen finanziellen Rahmen nannte er aber nicht. "Wir sind da guten Willens, aber können natürlich auch keine Blankoschecks ausstellen", sagte Weil, der sich an der Ihme in Hannover einen Überblick über die Situation verschaffte. Zunächst solle ein Arbeitsstab beim Umweltministerium gebildet werden, um die Folgen der Flut strukturiert zu erfassen, so der SPD-Politiker.

Das Bild zeigt das überschwemmte Sarstedt aus der Vogelperspektive. © Stefan Rampfel

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.07.2017 | 08:00 Uhr