Stand: 24.01.2016 09:53 Uhr

Etliche Unfälle nach Eisregen in Niedersachsen

Eisregen hat die Fahrt auf Niedersachsens Straßen zu einer Rutschpartie werden lassen: Nahezu flächendeckend war in der Nacht zu Sonnabend gefrierender Regen über dem Land heruntergegangen. Rund 40 Unfälle registrierte die Polizei allein in Hannover. Im gesamten Bundesland gingen die meisten aber glimpflich aus. Für die kommenden Tage gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) Entwarnung: In der Nacht auf Sonntag dürfte es deutlich seltener zu Glätte kommen.

Unfallschwerpunkte auf den Autobahnen

Vor allem auf der Autobahn 2 bei Lauenau kam es zu zahlreichen Einsätzen: Immer wieder stellten sich an der dortigen Steigung Lastwagen quer. Auch auf der Autobahn 7 krachte es in Höhe des Dreiecks Drammetal gleich mehrfach. Dort habe sich unter anderem der Wagen eines Paket-Zulieferers überschlagen, so ein Polizeisprecher. Die Ladung habe sich quer über die Fahrbahn verteilt. Der Mann kam verletzt ins Krankenhaus. Außerdem geriet dort ein Auto beim Überholen ins Schleudern und prallte gegen einen Sattelschlepper. Dabei wurden nach Angaben der Polizei zwei Menschen leicht verletzt. Bei Ankum im Landkreis Osnabrück rutschte ein vollbesetzter Kleinbus von der Bundesstraße 214 und landete im Straßengraben. Vier der neun Insassen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Verkehrschaos bleibt aus

Ein Verkehrschaos blieb allerdings aus. Die Winterdienste in Niedersachsen waren offenbar gut vorbereitet. So waren zum Beispiel beim hannoverschen Abfallwirtschaftsbetrieb aha in der Nacht alle verfügbaren Kräfte im Einsatz - also rund 150 Mitarbeiter und etwa 100 Streufahrzeuge. Außerdem hätten die meisten Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen angepasst, sagte eine Sprecherin der Polizei Diepholz. Die Hauptstraßen seien inzwischen fast alle gestreut und geräumt. Im Schienenverkehr gab es bis zum frühen Morgen nach Aussagen der Deutschen Bahn keine Probleme. Die Züge rollten ohne Beeinträchtigung.

Der Januar endet mit Novemberwetter

Auch nach dem Tiefausläufer vorbeigezogen ist, bleibe es trüb in Niedersachsen, sagt Meteorologe Clemens Grohs vom Wetterdienst Meteogroup. Aussicht auf ein bisschen Sonne hätten am ehesten noch die westlichen und südlichen Landesteile am Sonnabendnachmittag. Die Tagestemperaturen bewegten sich laut DWD zwischen zwei und acht Grad, nachts kann es teilweise aber noch glatt werden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. "Der permanente Frost ist vorerst vorbei. Der Trend geht hin zu milden Temperaturen und trübem Novemberwetter", so Grohs.

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