Stand: 18.02.2016 08:00 Uhr

Angriffe auf Rettungskräfte nehmen deutlich zu

von Kathrin Riggert
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Immer häufiger werden Rettungskräfte in Niedersachsen während der Einsätze Opfer von Angriffen. (Archivbild)

Sie kommen, um zu helfen, werden aber immer häufiger selbst im Einsatz durch Attacken verletzt: Rettungssanitäter, Notärzte und Feuerwehrleute. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen haben gewalttätige Angriffe auf Einsatzkräfte im vergangenen Jahr in Niedersachsen stark zugenommen. Die Helfer werden nicht nur regelmäßig beleidigt und bespuckt, sondern zunehmend auch mit Waffen bedroht, geschlagen und getreten.

Durchschnittlich drei Attacken pro Woche

Rund 150 Rettungssanitäter, Notärzte und Feuerwehrleute sind im vergangenen Jahr in Niedersachsen angegriffen worden. Das sind 50 Attacken mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Übersicht des Landeskriminalamtes hervor, die NDR 1 Niedersachsen vorliegt. Demnach werden in Niedersachsen jede Woche drei Rettungskräfte angriffen. Allein im vergangen Jahr sind dabei mehr als 100 Helfer verletzt worden, so viele wie noch nie in den vergangenen fünf Jahren.

Betrunkene greift Helfer an

Häufig sind bei den Angreifern Alkohol und Drogen im Spiel. Erst vor wenigen Tagen wollten Rettungssanitäter einer Frau in Osnabrück helfen, die auf dem Boden eines Spielplatzes lag. Die betrunkene 43-Jährige wehrte sich jedoch heftig und verletzte einen der Helfer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.02.2016 | 08:00 Uhr