Die Macher der Serie haben viel Liebe ins Detail gesteckt. So ist Heiko "Schotty" Schottes (Bjarne Mädel) Auto ...
... vom Erscheinungsbild her mindestens so skurril wie sein Fahrer. Das gilt für außen ...
... wie auch für innen. Schotty ist ein Einzelgänger, er kommt allein und als Letzter zum Leichenfundort.
Auch bei der Gestaltung der Tatorte wird großer Wert auf Authentizität gelegt. Mittels Kunstblutes und eines Pinsels ...
... erhält das zu reinigende Badezimmer die möglichst originalgetreue Optik eines Ortes, an dem ein Gewaltverbrechen geschah.
Geradezu perfektionistisch geht es zur Sache, wenn am Tatort die Pfotenabdrücke einer Katze simuliert werden sollen.
Die Requisiteure behelfen sich mit einem Katzenpfoten-Stempel, der einen recht realistischen Abdruck hinterlässt.
Eigentlich ist Schotty eine Reinigungskraft, die mit viel Gelassenheit und hoher Professionalität an die Arbeit geht.
Wo immer er auftaucht, soll der Tatortreiniger ...
... blutverschmierte Tatorte wieder auf Vordermann bringen. Stattdessen lässt er sich ablenken, in Folge eins etwa von ...
... einer Prostituierten, die ihren Kunden in dessen Wohnung aufsuchen will. Und erst mal sieht es so aus, als würde das unverhoffte Treffen in einem Schäferstündchen enden.
Aber dazu kommt es dann doch nicht. Die Zusammenkunft der beiden gerät zu einem Seelenstriptease - wie so oft in "Der Tatortreiniger".
In Folge zwei besucht Schotty das Haus des spleenigen Schriftstellers Bernhard Benning, dessen Tante bei einer geheimnisvollen Explosion ums Leben gekommen ist.
Benning (Bernd Moss) arbeitet an seinem neuesten Werk - und hat eine Schreibblockade. Wie gut, dass Schotty ihm mehrfach weiterhelfen kann - ob per Allerweltsformulierung oder unter Zuhilfenahme eines Wurstbrotes.
Während Benning dann auch noch Besuch von "thüringischen Landfrauen" bekommt ...
... nimmt Schotty im Stil von Loriots "Zimmerverwüstung" einen Teil des Raumes auseinander, in dem er sauber macht.
In Folge drei hat Schotty zunächst kleinere Probleme, das Anwesen zu betreten, in dem er putzen soll. Die Besitzerin scheint geistig nicht ganz auf der Höhe zu sein.
Während er sauber macht, fallen Schotty allerdings einige Ungereimtheiten auf, und schließlich ...
... wird klar, dass die alte Dame sehr wohl geistig fit und selbst für den Tod des Einbrechers verantwortlich ist, der in dem Anwesen umkam.
In ihrer Not versucht sie, den Tatortreiniger zu bestechen. Letztlich nimmt die Geschichte aber einen ganz anderen Ausgang, und Schotty entrinnt damit der moralischen Zwickmühle.
In Folge vier ist Schotty skeptisch: Was erwartet ihn in dem Haus des toten Psychotherapeuten?
Die Antwort: Der tote Psychotherapeut (Michael Wittenborn, links) erscheint ihm wie ein Geist - und wirft mit klugen Ratschlägen nur so um sich.
Zu allem Überfluss klingelt dann auch noch eine ehemalige Patientin (Bettina Stucky). Nach anfänglichen Querelen kommen Schotty und sie dann aber ins Gespräch.
Das zufällige Treffen gerät unversehens zu einer Therapiestunde für beide Seiten.