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Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte in Mainz nicht viel zu lachen.
Hannover 96 hat einen herben Rückschlag im Kampf um die internationalen Startplätze hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Mirko Slomka verlor am Sonnabend in der Bundesliga trotz gut 40-minütiger Überzahl bei Tabellennachbar Mainz 05 mit 1:2 (1:1) und rutschte in der Tabelle ab. Die Niedersachsen boten eine insgesamt enttäuschende Leistung und verloren somit verdient. "Läuferisch und kämpferisch waren wir auf der Höhe, aber die letzte Kreativität und Durchschlagskraft hat gefehlt", analysierte 96-Kapitän Steven Cherundolo und fügte hinzu: "Wer in Überzahl so wenig Torchancen herausspielt, kann nicht gewinnen." Sportchef Jörg Schmadtke ging noch weiter: "Ich habe während unserer Überzahl keine klaren Torchancen gesehen. Die Mainzer Abwehr ist nicht einmal richtig ins Schwimmen gekommen. Das ist natürlich einfach schlecht."
Tore: 1:0 Müller (10.), 1:1 Schulz (28.), 2:1 Szalai (89.)
Rote Karte: Wetklo (49./Handspiel außerhalb des Sechzehners)
Zuschauer: 28.277
Mainz: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Müller (90.+2 Bell), Polanski, Soto, Ivanschitz (82. Risse) - Szalai, Parker (52. Karius)
Hannover: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Pander - da Silva Pinto, Schulz - Stindl, Schlaudraff (73. Ya Konan), Rausch (69. Huszti) - Diouf (88. Sobiech)
Zu Beginn der Partie setzten die Hausherren die 96-Defensive, in der Mario Eggimann nach einer Nackenstauchung dabei war, konsequent unter Druck. Und als sich die Hannoveraner erstmals nach vorn wagten - Mame Diouf scheiterte an Christian Wetklo -, kassierten sie im Gegenzug prompt ein Gegentor: Den Schuss von 05-Youngster Shawn Parker konnte Ron-Robert Zieler gerade noch an den Pfosten seines Tores lenken. Gegen den Nachschuss von Nicolai Müller war der Nationalkeeper aber machtlos (10.). Es dauerte bis zur 27. Minute, bis sich die Niedersachsen zurückmeldeten: Erst fand Diouf erneut seinen Meister in Wetklo (28.), nur Sekunden später staubte Christian Schulz nach einem Freistoß zum 1:1 ab.
Beide Teams spielten nun mit offenem Visier: Zieler klärte im letzten Moment gegen Adam Szalai (31.), auf der anderen Seite Bo Svensson vor dem einschussbereiten Diouf (32.). Die Offensivaktionen resultierten in dieser Phase immer wieder aus leichten Ballverlusten des Gegners. Zugleich fehlte im entscheidenden Moment aber auch die Genauigkeit im Abschluss. So verstrichen die letzten Minuten bis zur Pause ereignisarm.
Hannovers Lars Stindl (r.) im Zweikampf mit Radoslav Zabavnik.
In der zweiten Hälfte waren keine vier Minuten gespielt, als Wetklo nach einem Klärungsversuch mit der Hand außerhalb des Sechzehners Rot sah. Sein Ersatzmann, Loris Karius, parierte den folgenden Freistoß aus 17 Metern von Christian Pander gleich sehenswert. Die 96er taten sich in Überzahl allerdings schwer, vielmehr bestimmten die Gastgeber zunächst die Partie. Gut eine Viertelstunde brauchte die Slomka-Elf, um sich auf die neue Situation einzustellen und das Heft in die Hand zu nehmen. Torchancen blieben aber weiter Mangelware. Erst in der Schlussphase wurde Hannover wieder stärker. Joker Didier Ya Konan verfehlte das Ziel noch deutlich (80.), bei Dioufs Kopfball eine Minute später musste Elkin Soto für Karius auf der Linie klären. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einer Flanke von Eugen Polanski setzte sich Szalai durch und ließ Zieler keine Chance (89.).