Stand: 23.01.2016 15:53 Uhr

Startsieg gegen Aalen - Osnabrück belohnt sich

von Ines Bellinger, NDR.de

Ein Sieg zum Start ins neue Fußballjahr - das hatte es für den VfL Osnabrück zuletzt vor sechs Jahren gegeben. Am Sonnabend beendeten die Lila-Weißen diese unsägliche Serie. Im ersten Spiel nach der Winterpause schlug die Mannschaft von Trainer Joe Enochs vor 7.334 Zuschauern im heimischen Stadion den VfR Aalen verdient mit 2:1 (1:1). Osnabrück schob sich damit bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten Erzgebirge Aue heran und bleibt im Aufstiegsrennen zur Zweiten Liga. "Wir hatten heute das nötige Glück. So wie die Mannschaft gearbeitet hat, bin ich sehr zufrieden", sagte Enochs, unter dessen Leitung Osnabrück zu Hause noch ungeschlagen ist. Am kommenden Sonnabend tritt der VfL zum Nordduell bei Hansa Rostock an (14 Uhr/live im NDR Fernsehen und bei NDR.de). Nicht dabei sein wird Tobias Willers. Der Kapitän handelte sich gegen Aalen die fünfte Gelbe Karte ein.

VfL überlegen - Aalen effektiv

22.Spieltag, 23.01.2016 14:00 Uhr

  • VfL Osnabrück
  • 2:1


  • VfR Aalen

Tore: 0:1 Morys (25.) 1:1 Alvarez (30.) 2:1 Syhre (82.)
VfL Osnabrück: Schwäbe - Falkenberg, Pisot, Willers, Dercho - Ornatelli (62. Thee), Groß, Syhre, Hohnstedt - Alvarez (88. Krasniqi), Savran (78. Sembolo)
VfR Aalen: Bernhardt - T. Schulz (85. Wegkamp), Barth, Neumann, Menig - Edwini-Bonsu (46. Kienle), Schwabl, Welzmüller, Klauß (86. Kartalis) - Drexler, Morys
Zuschauer: 7334

Weitere Daten zum Spiel

Für fünf Wochen ohne Fußball wurden die Fans an der Bremer Brücke schon in der ersten Hälfte komplett entschädigt. Der VfL startete vom Anpfiff weg einen Sturmlauf aufs Aalener Tor und hätte nach zehn Minuten eigentlich 2:0 führen müssen. Bei einem Schuss von Michael Hohnstedt aus acht Metern war VfR-Torhüter Daniel Burghardt bereits auf dem Weg in die falsche Ecke, doch mit seinem linken Fuß wehrte er den Ball ab (7.). Wenig später schob Halil Savran den Ball aus zehn Metern an den Pfosten (10.). So verstrich die stürmische Anfangsviertelstunde ohne etwas Zählbares für die Lila-Weißen. Aalen indes brauchte nur einen Versuch: Matthias Morys schwenkte unbedrängt von David Pisot an der Strafraumgrenze nach innen und versenkte den Ball aus 17 Metern im linken Toreck (25.). VfL-Keeper Marvin Schwäbe war bei dem Schuss die Sicht verdeckt.

Osnabrück hakte diesen kleinen Zwischenfall schnell ab und glich fünf Minuten später aus. Marcos Alvarez nahm ein Zuspiel des sehr agilen Hohnstedt gekonnt mit der Brust mit und jagte den Ball aus 18 Metern ins rechte untere Eck (29.). Es war das sechste Saisontor des VfL-Stürmers, der auch maßgeblich an der Vorbereitung des möglichen 2:1 beteiligt war. Seinen Freistoß wehrte Morys in der Aalener Mauer mit dem Ellenbogen ab. Den fälligen Handelfmeter ballerte der eigentlich sichere Schütze Pisot an die Querlatte (43.).

Syhre erlöst die Lila-Weißen

Würde sich das Auslassen hochkarätiger Chancen rächen? Aalen kam nach der Pause jedenfalls besser ins Spiel, fand VfL-Torwart Schwäbe aber auf dem Posten, als dieser im Doppelpack gegen Michael Klauß und Dominick Drexler klärte (54.). Die Gäste beschäftigten Osnabrück nun hauptsächlich im Mittelfeld. Das Spiel steuerte auf eine Punkteteilung zu, als der VfL doch noch nachlegte. Der eingewechselte Francky Sembolo legte an der Strafraumgrenze überlegt zum unbewachten Anthony Syhre ab. Der traf den Ball zwar nicht richtig, aber dennoch zum 2:1 ins Tor (82.). Syhre tippte sich beim Jubel danach an den Kopf. Was das bedeuten sollte? "Ich wollte damit sagen, dass wir den Rest der Zeit mit Köpfchen spielen sollen." Der Appell kam an. Aalens letzte Großchance machte Alexander Dercho zunichte, der gegen Steffen Kienle für den bereits geschlagenen Schwäbe klärte (84.).

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