Stand: 30.01.2016 16:36 Uhr

Lewerenz führt Kieler "Störche" zum 5:2-Sieg

Viel Anlass zum Jubeln hatten die Holstein-Spieler im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC.

Was für ein Tag für Kiel! Zunächst gewann Angelique Kerber die Australian Open. Und nur vier Stunden später durften die "Störche" in der Dritten Liga den erhofften Befreiungsschlag feiern. Im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC siegte Holstein Kiel dank einer herausragenden Leistung in der ersten Halbzeit mit 5:2 (4:1). Zum Mann des Tages wurde Steven Lewerenz, der vor 4.126 Zuschauern drei Treffer zum Gewinn der drei Punkte beisteuerte. Dank des Erfolges hat die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel mit ihren jetzt 27 Zählern Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld gefunden. Für die Schleswig-Holsteiner war es erst der dritte Heimsieg der Saison. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, der vom FC Hansa Rostock (0:0 gegen den VfL Osnabrück) eingenommen wird, ist von zwei auf vier Punkte angewachsen. „Wir waren stark drauf und haben uns auch von dem Gegentreffer nicht verunsichern lassen. Vor allem haben wir endlich die Dinger mal gemacht. Wir waren alle genervt. Umso schöner ist der Sieg", sagte Lewerenz.

"Störche"-Fans früh in Jubelstimmung

23.Spieltag, 30.01.2016 14:00 Uhr

  • Holstein Kiel
  • 5:2


  • Chemnitzer FC

Tore: 0:1 Türpitz (9.) 1:1 Lewerenz (11.) 2:1 Lewerenz (18.) 3:1 Fetsch (27.) 4:1 Evseev (30.) 4:2 Türpitz (51.) 5:2 Lewerenz (72.)
Holstein Kiel: Zentner - P. Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann - Lewerenz (75. Schäffler), Siedschlag, Evseev (63. Schmidt), Schnellhardt - Fetsch, Heider (85. Weidlich)
Chemnitzer FC: Gersbeck - Cincotta (46. König), Endres (82. Uzoma), Röseler, Bittroff (46. Ja. Koch) - Stenzel, Danneberg, Dem, Türpitz - Frahn, A. Fink
Zuschauer: 4126

Weitere Daten zum Spiel

Neitzel hatte im Vorfeld der Begegnung angekündigt, dass trotz des am vergangenen Sonntag erlittenen 1:2 bei Werder Bremen II "keine Veranlassung besteht, in personeller Hinsicht am großen Rad zu drehen". Und so hielt es der 48-Jährige dann auch. Er schickte dieselbe Elf auf den Rasen, die auch in Bremen begonnen hatte. Die sollte das Vertrauen des Trainers zurückzahlen. Dabei hatte es zunächst einen weiteren Rückschlag gegeben: In der 9. Minute gingen die Sachsen nach einer Kopfballverlängerung durch Philip Türpitz in Führung. Auf diesen Rückschlag fanden die "Störche" aber umgehend die perfekte Antwort. Lewerenz erlief einen Fehlpass des CFC-Torhüters Marius Gersbeck und schob zum 1:1-Ausgleich (11.) ein. Und für die Schleswig-Holsteiner kam es noch viel besser: In der 18. Minute traf erneut Lewerenz, dieses Mal per Freistoß aus 20 Metern. Es war sein achtes Saisontor. Kiel ließ nicht locker - das zahlte sich aus. Zwei Winterzugänge schraubten das Ergebnis auf 4:1. Zunächst traf Fetsch per Abstauber (27.), danach Willi Evseev per Schlenzer (30.).

Lewerenz macht mit drittem Tor alles klar

Alle Hoffnungen der KSV-Fans in der Pause, die Begegnung könnte schon entschieden sein, erhielten zügig einen Dämpfer. In der 51. Minute schlug erneut CFC-Mittelfeldspieler Türpitz zu. Bei dessen Distanzschuss in den Torwinkel war der Kieler Schlussmann Robin Zentner machtlos. Die Gäste witterten nun ihre Chance, zumindest noch einen Punkt zu ergattern. Chemnitz erspielte sich mehr und mehr ein optisches Übergewicht. Phasenweise wurden die Norddeutschen vom Gegner in ihrer eigenen Spielhälfte eingeschnürt. Neitzel reagierte: Er nahm in der 62. Minute den defensiven Mittelspieler Evseev aus der Partie und brachte dafür Dominik Schmidt. Dass der Sieg nicht noch in Gefahr geriet, hatten die "Störche" und ihre Anhänger dem überragenden Lewerenz zu verdanken. In der 72. Minute war der 24-Jährige erneut hellwach. Lewerenz erlief einen Fehlpass der Chemnitzer und schob den Ball zum 5:2 ein. Zwei Minuten später erhielt Lewerenz die Würdigung durch seinen Trainer. Neitzel wechselte den dreimaligen Torschützen gegen Manuel Schäffler aus. Die Zuschauer erhoben sich, um dem Mann des Tages im Stehen zu applaudieren.

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