Stand: 30.10.2015 13:08 Uhr

Möckel wird Sportlicher Leiter bei Hannover 96

Christian Möckel (l.) folgt Martin Bader von Nürnberg nach Hannover.

Kurz vor dem Nordduell beim Hamburger SV hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 Christian Möckel als neuen Sportlichen Leiter präsentiert. Der 42-Jährige bekommt einen Vertrag bis zum Sommer 2018 und wird für die Kaderplanung der Lizenzmannschaft, das Scouting und die Verzahnung mit dem Nachwuchsleistungszentrum verantwortlich sein. Möckel tritt den Posten am 1. November an. Erst am Freitag hatte er nach fünf Jahren seinen Vertrag als Chefscout beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg aufgelöst. Damit folgt Möckel seinem ehemaligen Chef Martin Bader an die Leine, der am 1. Oktober in Hannover als Geschäftsführer die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich übernommen hatte. "Christian Möckel hat in Hoffenheim und in Nürnberg nachhaltig gearbeitet. Er hat in beiden Vereinen jeweils die Abteilung Scouting aufgebaut und sich intensiv mit den Nachwuchsleistungszentren beschäftigt", sagte Bader. "Ich kenne und schätze Christian Möckel als Fachmann und Teamplayer." Er schloss nicht aus, dass die 96er zusätzlich auch noch einen Sportdirektor verpflichten könnten.

Wird das Kompetenzteam weiter verstärkt?

Möckel ist bislang kaum in Erscheinung getreten, hat eher im Hintergrund die Strippen gezogen. Doch der ehemalige Profi, der für Nürnberg, Greuther Fürth, Hoffenheim und zuletzt bis 2006 für den VfB Lübeck stürmte, passte ins Anforderungsprofil von 96. Zudem drängte die Zeit, denn mögliche Wintertransfers müssen jetzt eingefädelt werden. "Wir haben nicht die Zeit, noch drei Monate zu warten oder jemanden dazuzuholen, der drei oder vier Monate Einarbeitungszeit braucht. Wir brauchen jemanden, der sofort die Materie, die Kontakte, die Beziehungen und vor allem das Know-how mitbringt", hatte Bader am vergangenen Sonntag im Interview mit dem NDR Sportclub angekündigt. Weitere Mitarbeiter in einem sportlichen Kompetenzteam könnten folgen: "Die erste Position muss für den sportlichen Bereich gleich loslegen können. Und dann muss man sehen, wie sich der Verein weiterentwickelt und in welchem Bereich wir noch jemanden dazuholen."

Möckel entdeckte Kiyotake

Über Möckel, der schon längere Zeit als der Kandidat mit den besten Chancen gehandelt wurde, sagte Bader: "Wenn man mit jemandem so eng zusammengearbeitet hat, kennt man natürlich die Stärken und die Schwächen. Dass Christian seine Stärken im Scoutingbereich und in der Kaderplanung hat, ist unstrittig. Der 1. FC Nürnberg hat jahrelang von guten Transfers profitiert", sagte der ehemalige Nürnberger Sportvorstand. Zum Beispiel von Hiroshi Kiyotake. Ihn hatte Möckel in Nürnberg entdeckt, jetzt lenkt er das Spiel in Hannover.

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