Die Umweltschützer von WWF und Greenpeace raten allgemein dazu, Fisch nicht täglich zu essen, sondern ihn als Delikatesse zu betrachten.
Karpfen stammen aus Seen und Zuchtteichen und dürfen bedenkenlos gekauft werden. Ähnlich wie Muscheln wird Karpfen traditionellerweise in Monaten gegessen, die auf "r" enden.
Heimisch in Flüssen, Bächen und Teichen: Regenbogen- und Bachforellen galten lange als gute Wahl. Beim WWF stehen sie mittlerweile auf der roten Liste, denn viele Wildfischbestände sind vom Aussterben bedroht. Greenpeace bewertet den Genuss von Forelle jedoch als unbedenklich.
Hering aus dem Nordost-Atlantik ist laut WWF empfehlenswert. Aus ökologischer Sicht nur zweite Wahl ist dagegen Hering aus der Keltischen See und der westlichen Ostsee. Bei Greenpeace steht Hering aus dem Nordost-Atlantik auf der roten Liste.
Die Makrele ist nach Ansicht der Umweltschützer eine gute Wahl - wenn sie im Nordwestatlantik gefangen wurde. Stammt sie aus der Nordsee oder dem Nordostatlantik, ist der Kauf laut Greenpeace bedenklich.
Von Kabeljau und Dorsch rät Greenpeace ab. Beim WWF fällt das Urteil immerhin für Fänge in der Nordost-Arktis, der Norwegischen See und der Ostsee positiv aus.
Wer Zander mag, darf ruhig zugreifen. Man solte allerdings darauf achten, dass er nicht in Osteuropa gefangen wurde. Greenpeace empfiehlt darauf zu achten, nur gezüchtete Zander zu kaufen.
Beim Aal sind sich die Umweltschützer einig: Der Bestand der Tiere ist so gering, dass man ihn von seiner Einkaufsliste streichen sollte.
Weltweit haben die Bestände an Schwertfisch drastisch gelitten. Hinzu kommt, dass bei dem Fang der großen Seeräuber viel Beifang anfällt.
Lecker, aber eher verboten: Der Modefisch Dorade sollte zurzeit nicht gekauft werden.
Ein großer Fisch, der Schutz braucht: Laut Greenpeace sollte man den Heilbutt eher nicht verzehren.
Lachs ist einer der beliebtesten Fische. Greenpeace rät jedoch zum Verzicht. Wer umbedingt Lachs essen will, sollte welchen aus dem Nordost- oder Nordwestpazifik oder aus Schottland kaufen. Der WWF rät vor allem von Lachs aus Zuchten in Chile ab.
Rotbarsch ist eine besonders langsam wachsende Fischart und reagiert deshalb empfindlich auf Überfischung. Das Urteil der Umweltschützer lautet: Finger weg.
Bei den kleinen Sardellen richtet sich die Empfehlung nach der Herkunft: Stammen sie aus der Biscaya, darf man gern zugreifen. Kommen die auch Anchovis genannten Fische aus den iberischen Meeren oder dem mittleren Ostatlantik, ist der Kauf gerade noch okay. Ansonsten sollte man darauf verzichten.
Seelachs ist keine Lachsart, sondern gehört eigentlich zu den Dorschen. Die korrekterweise Köhler genannten Fische sollten laut WWF ohne Öko-Label nur gekauft werden, wenn sie aus arktischen Gewässern stammen.
Als Schillerlocke bezeichnet man den geräucherten Bauchlappen des Dornhais. Umweltschützer raten vom Verzehr des Dornhais ab, weil die Bestände stark überfischt seien.
Bei der Scholle rät Greenpeace grundsätzlich ab. Die Bestände seien in einem schlechten Zustand und die Fangmethoden führten zu Zerstörungen und viel Beifang.
Hässlicher Fisch mit vielen Gourmet-Freunden: Der Seeteufel sollte allerdings momentan von den Speisekarten gestrichen werden.
Auch beim Schellfisch entscheidet die Herkunft über die Empfehlung der Umweltschützer. Wenn er aus Nordost- oder Nordestatlantik kommt, gibt Greenpeace das Prädikat "noch empfehlenswert".
Wenn es Thunfisch sein soll, sollte man zu Öko-Label-Produkten greifen oder laut WWF die Arten Bonito/Skipjack kaufen, die bei den Malediven gefangen wurden.