Stand: 11.07.2016 15:44 Uhr

Was Sie über Hühnerfleisch wissen sollten

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Gefüllt, geschnetzelt oder als Schnitzel am Stück gebraten - Hähnchenbrust lässt sich vielfältig zubereiten.

Hühnerfleisch gehört zu den beliebtesten Fleischsorten in Deutschland. Besonders Hühnerbrust wird gern gegessen, denn sie ist fettarm, leicht bekömmlich und schnell zubereitet. Allerdings ist das helle, magere Fleisch recht trocken und hat kaum Eigengeschmack, deshalb sollte man bei der Zubereitung großzügig Gewürze und Kräuter einsetzen oder das Fleisch marinieren. Etwas kräftiger schmecken Hühnerkeulen und das Fleisch von Suppenhühnern.

Hähnchen, Poularde oder Suppenhuhn

Hühner kommen bei uns zumeist unter der Bezeichnung Hähnchen in den Handel. Darunter versteht man ein männliches oder weibliches Tier mit einer geringen Mastzeit und einem Gewicht bis 1.500 Gramm, dessen Fleisch noch relativ zart ist und das sich gut zum Braten eignet. Tiere mit einem höheren Gewicht und etwas längerer Mastzeit werden auch als Poularde bezeichnet.

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Die meisten Hühner kommen als Hähnchen in den Handel.

Neben ganzen Hühnern werden vor allem Einzelteile wie Brust, Keulen oder Flügel angeboten. Das Brustfleisch gibt es mit Haut und Knochen (Suprême) oder bereits ausgelöst als Brustfilet. Geschmacklich besonders fein ist die Brust vom Maishähnchen, sie besitzt wegen des Futters eine leicht gelbliche Farbe. Bei Suppenhühnern handelt es sich um ältere, schwerere Tiere. Ihr Fleisch ist zum Braten zu zäh, aber sehr aromatisch. Es wird längere Zeit gekocht.

Was ist ein Hähnchen?

Bei dem Wort Hähnchen denkt man automatisch an ein männliches Tier. Das war früher auch so, denn da nutzte man die weiblichen Tiere zum Eierlegen, die männlichen wurden geschlachtet und meist als Grillhähnchen verspeist. Heute unterscheidet man zwischen Hühnern für die Eier- und die Fleischerzeugung. Deshalb können Hähnchen sowohl männliche als auch weibliche Tiere sein.

Massentierhaltung macht Probleme

Problematisch bei Hühnerfleisch ist die Tatsache, dass es überwiegend aus Massentierhaltung stammt. In den engen Ställen haben die Tiere kaum Platz und werden in kürzester Zeit bis zur Schlachtreife gemästet. Außerdem ist der Einsatz von Antibiotika an der Tagesordnung, was dazu führt, dass sich resistente Keime bilden. Bei Tests werden in Hühnerfleisch immer wieder solche Keine nachgewiesen. Wer auf artgerechte Haltung Wert legt, sollte auf Bio-Hühnerfleisch zurückgreifen. Zwar dürfen auch Biobauern in Einzelfällen Antibiotika einsetzen, aber der Gebrauch ist stark eingeschränkt und die Tiere werden langsamer gemästet und haben mehr Platz.

Vorsicht Salmonellen

Wie anderes Geflügel auch, sollte Hühnerfleisch beim Transport durchgehend gekühlt werden. Da Geflügel häufig mit Salmonellen behaftet ist, muss es vor dem Verzehr vollständig durchgegart werden und darf keine roten Stellen mehr aufweisen. Messer und Geschirr, das bei der Zubereitung mit dem Fleisch in Berührung gekommen ist, sollte gut und heiß abgespült werden. Außerdem sollte man sich vor und nach der Küchenarbeit die Hände gründlich waschen.

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Iss besser! | 29.01.2017 | 16:30 Uhr

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