Stand: 06.12.2016 13:06 Uhr

So bleiben Weihnachtssterne lange schön

Der Weihnachtsstern - auch Poinsettie oder Euphorbia pulcherrima genannt - ist nach der Orchidee die beliebteste Zimmerpflanze in Deutschland. Und das, obwohl die Verkaufssaison der Pflanze nur etwa acht Wochen dauert. Ursprünglich stammt die Pflanze mit den markanten Hochblättern aus Mexiko. Dort wachsen Weihnachtssterne zu hohen Sträuchern heran. Seit Jahrzehnten arbeiten Züchter daran, die kleinwüchsigen Exemplare weiterzuentwickeln.

Weihnachtssterne - Nicht nur zum Fest schön

In Deutschland gibt es den Weihnachtsstern seit mehr als 100 Jahren. Er wird in Gewächshäusern gezüchtet und kommt ab Anfang November in den Verkauf. Die Farbvielfalt ist groß und nimmt ständig zu: von Rot über Lachsrosa bis zu Gelb und Cremeweiß. Trotz zahlreicher Neuzüchtungen bleibt Rot aber der Klassiker. Bei dem farbigen Teil der Pflanzen handelt es sich übrigens nicht um Blüten, sondern um verfärbte Hochblätter. Die Blüten selbst sind eher unscheinbar. Sie sind klein, gelb und sitzen in der Mitte der Hochblätter.

Kauf und Pflege von Weihnachtssternen

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Es muss nicht immer Rot sein. Weihnachtssterne gibt es in vielen verschiedenen Farben.

Der Weihnachtsstern ist trotz seines filigranen Aussehens recht pflegeleicht und robust. Beim Kauf sollten die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern knospig sein. Sind die meisten bereits geöffnet oder gar abgefallen, haben diese Pflanzen ihre Blütezeit bereits hinter sich. Beim Transport muss der Weihnachtsstern gut verpackt werden, denn er reagiert empfindlich auf Kälte. Stände, die ihn im Freien verkaufen, deshalb möglichst meiden. Als tropische Pflanze bevorzugt der Weihnachtsstern einen warmen und hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt er nur in Maßen und auf kalte Zugluft reagiert er empfindlich.

Tauchen statt gießen

Staunässe mag die Pflanze gar nicht. Besonders gut bekommt dem Weihnachtsstern das Wässern im Tauchbad anstelle regelmäßigen Gießens. Dazu wird der fast trockene Wurzelballen aus dem Übertopf genommen und einige Minuten in Wasser getaucht. Dann die Pflanze hochnehmen, das überschüssige Wasser ablaufen lassen und zurück in den Übertopf stellen. Während der Blütezeit den Weihnachtsstern mit einem Volldünger ein- bis zweimal die Woche nach Anleitung gießen.

So verfärben sich die Blätter wieder

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Bekommt ein Weihnachtsstern im Herbst mindestens zwölf Stunden pro Tag kein Licht, verfärben sich die Blätter wieder.

Weihnachtssterne muss man nicht jedes Jahr neu kaufen, sie halten bei guter Pflege viele Jahre und wachsen zu ansehnlichen Sträuchern heran. Sorten mit dunklem Laub sind haltbarer als helllaubige. Hat der Stern im Frühjahr alle farbigen Hochblätter verloren, wachsen im Sommer zunächst saftig grüne Blätter nach. Damit diese sich wieder naturgemäß verfärben und sich neue Blüten bilden, darf die Pflanze im Herbst pro Tag maximal zwölf Stunden Licht abbekommen. Ab Oktober sollte sie deshalb etwa zwei Monate lang entweder in einem Raum stehen, der ab dem frühen Abend dunkel ist oder täglich für mindestens 12 bis 14 Stunden mit einem Eimer oder schwarzer Folie abgedeckt werden. In der warmen Jahreszeit kann die Pflanze übrigens auch draußen stehen - am besten im Halbschatten.

Weihnachtssterne durch Stecklinge vermehren

Wer einen gekauften Weihnachtsstern vermehren möchte, kann dies mithilfe von Stecklingen tun. Diese sollten vier bis fünf Blätter haben und sofort nach dem Schneiden in ein Glas mit warmem Wasser gestellt werden, damit der Fluss des austretenden Milchsaftes gestoppt wird. Die Stecklinge anschließend in Anzuchterde setzen, die mit grobem Sand vermischt wurde. Ein Wurzeltriebmittel beschleunigt das Angehen der Stecklinge.

Leicht giftig

Da Weihnachtssterne zu den Wolfsmilchgewächsen gehören, tritt beim Schnitt eine weiße Flüssigkeit aus dem Stiel. Dieser Milchsaft ist leicht giftig und kann zu Hautreizungen oder vergiftungsähnlichen Erscheinungen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen führen. Für Erwachsene ist der Kontakt mit dem Milchsaft unbedenklich, eine kritische Dosis ist nicht bekannt. Kinder und besonders Kleintiere reagieren jedoch empfindlich auf das Pflanzengift. Im Notfall als Erste Hilfe reichlich trinken und bei der Aufnahme größerer Mengen Kohletabletten einnehmen. Gegebenenfalls den Arzt aufsuchen.

Dieses Thema im Programm:

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