Stand: 19.05.2016 16:45 Uhr

Kleine Kunstwerke der Natur: Sukkulenten

von Verena Künstner
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Sukkulenten speichern in ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln Wasser.

Dort, wo wenig Regen fällt, sind sukkulente Pflanzen zu Hause: In ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln können sie Wasser speichern, überstehen problemlos längere Trockenzeiten und benötigen darum auch als Zimmerpflanze nur wenig Pflege. Doch es gibt noch mehr Gründe, weshalb diese besonderen Pflanzen faszinieren: Jede einzelne Sukkulente ist auch optisch ein kleines Kunstwerk der Natur.

Sukkulenten sind in eine Teedose gepflanzt © NDR

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Sukkulenten sind Speicherkünstler

Bei Sukkulenten handelt es sich nicht um eine eigene Pflanzenfamilie - alle dazu zählenden Arten wie beispielsweise Hauswurz, Agave oder Geldbaum verbindet, dass sie wasserspeicherndes Gewebe haben. Blattsukkulenten erkennt man an den dickfleischigen kleinen, kugeligen oder walzenförmigen Blättern und der oft gedrungenen Form. So verringert die Pflanze ihre Verdunstungsoberfläche, kommt also mit weniger Wasser zurecht. Außerdem sind die Blätter häufig von einer Wachsschicht überzogen, die den gleichen Effekt hat. Korkige Rinden wirken als Isolierung, ebenso eine haarige oder dornige Oberfläche. Stammsukkulenten wie der Kaktus besitzen dicke und saftige Sprosse.

Sandiges Substrat ist ideal

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Damit die Wasserzufuhr nicht zur Überschwemmung der Pflanzen führt, sind Abzugslöcher nötig.

Eine gute Dränage ist bei sukkulenten Pflanzen besonders wichtig, denn bei Staunässe verfaulen die Wurzeln sehr schnell. Damit das Wasser aus dem Pflanzgefäß ablaufen kann, muss es in jedem Fall mindestens ein Abzugsloch besitzen. Die meisten Sukkulenten mögen ein Substrat aus zwei Teilen lockerer Erde und einem Teil Sand. Im Fachhandel erhältliche Kakteen- oder Sukkulentenerde enthält bereits Sand - diesem Substrat kann man gern noch eine Handvoll Sand extra beimischen. Damit die Abzugslöcher nicht verstopfen und die Dränage verstärkt wird, sollten Tonscherben auf den Grund des Gefäßes gelegt werden.

Standort und Pflege

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Das Etagenbeet für Sukkulenten - nicht nur platzsparend, sondern auch hübsch anzusehen.

Sukkulenten mögen einen Standort, der sie an ihre Heimat erinnert: also einen vollsonnigen Platz. Ideal ist ein Gewächshaus oder das Südfenster. Besonders Arten, die eine weiße, graue oder blaue "Haut" haben, brauchen Helligkeit um gut zu gedeihen. Ein ungünstiger Standort zeigt sich in unnatürlich verlängerten Trieben der Pflanze.

Eine besonders hübsche Möglichkeit, Sukkulenten in Szene zu setzen, bietet ein Etagenbeet. Mehrere Schalen unterschiedlichen Durchmessers werden mit Erde gefüllt, ineinander gestellt und können dann nach Lust und Laune bepflanzt werden.

Einfache Vermehrung

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Zum Vermehren die Blätter ganz vorsichtig abtrennen, trocknen lassen und dann in ein neues Gefäß setzen.

Die Vermehrung ist bei den meisten Sukkulenten ganz einfach: Nebensprosse, sogenannte Kindel, lassen sich leicht abtrennen und in kleine Pflanzgefäße setzen. Gepflegt werden sie wie die "Großen". Relativ schnell bilden sich neue Wurzeln und daraus eine neue Pflanze. Auch durch das Abtrennen von Blättern erhält man bei vielen Sukkulentenarten neue Exemplare. Am besten lässt man das abgetrennte Blatt einige Tage liegen, damit die Schnittfläche antrocknet. Dann steckt man es in die Erde.

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 19.05.2016 | 16:10 Uhr

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