Stand: 20.06.2017 16:05 Uhr

So schützen Sie Ihr Haustier vor Zecken

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Nach Spaziergängen in der Natur sollten Hund und Mensch gleichermaßen gründlich auf Zecken kontrolliert werden.

Zecken sind nicht nur eklig, sondern übertragen auch gefährliche Krankheiten - und das nicht nur beim Menschen. Auch Haustiere können sich durch Zeckenstiche mit Borreliose und FSME infizieren. Zwar tritt FSME bei Hunden und Katzen nur äußerst selten auf. Jedoch können sich Hunde durch die Parasiten zusätzlich noch mit den gefährlichen Infektionskrankheiten Anaplasmose und Babesiose, der sogenannten Hundemalaria, infizieren.

Tiere immer gründlich absuchen

Es empfiehlt sich daher, Hunde und Katzen nach Spaziergängen regelmäßig gründlich abzusuchen und die Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. Statt einer Pinzette empfiehlt sich dafür ein Zeckenhaken oder eine spezielle Zeckenzange, mit denen der Parasit direkt an der Haut entfernt werden kann.

Chemische Präparate verhindern Parasitenbefall

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Besonders gut geeignet, um Zecken zu entfernen sind Zeckenhaken, die im Tierfachgeschäften erhältlich sind.

Außerdem ist es ratsam, einem Befall mit Zecken und anderen Parasiten von vornherein vorzubeugen. Im Handel, etwa in Apotheken, sind sogenannte "Spot-on"-Präparate mit dem Wirkstoff Fipronil erhältlich. Sie werden Hund und Katze in den Nacken geträufelt, sodass die Tiere das Medikament nicht ablecken können. Präparate mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen nur bei Hunden angewendet werden, sie sind für Katzen giftig. Auch Parasitenhalsbänder sind für Katzen ungeeignet, da die Tiere beim Klettern auf Bäumen damit hängen bleiben können.

Einige Naturheilmittel wie Bierhefe, Kokos- und Schwarzkümmelöl sollen ebenfalls Zecken vorbeugen. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Treffpunkt Hamburg | 21.06.2017 | 20:00 Uhr

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