Stand: 22.03.2016 17:10 Uhr

Reederei Stena zieht von Kiel nach Rostock um

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Rostock liegt für die Reederei strategisch günstiger, so die Begründung der Maßnahme. (Themenbild)

Die schwedische Reederei Stena Line will zu Jahresbeginn 2017 ihre Unternehmenszentrale in Deutschland nach Rostock verlegen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll die landseitige Betriebsstätte in Kiel geschlossen werden. In Kiel werde aber ein neues Büro eröffnet.

Kündigungen in Kiel nicht ausgeschlossen

Mit der Zentrale soll auch das Routenmanagement in Rostock konzentriert werden. Was mit den 47 Stena-Line-Mitarbeitern in Kiel wird, ist derzeit noch nicht bekannt, erklärte eine Sprecherin. Ebenso sei unklar, ob Stellen nach Rostock verlegt werden oder dort neue Arbeitsplätze entstehen werden. Das hänge von den Verhandlungen mit dem Betriebsrat ab, hieß es weiter. Kündigungen seien bisher nicht ausgesprochen worden. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV können diese aber nicht ausgeschlossen werden. Die Umstrukturierung habe durchaus auch die "Verschlankung" des Unternehmens als Ziel, heißt es intern.

Rostock liegt strategisch günstiger

Die Fährroute Kiel-Göteborg sowie die anderen Linien der Reederei sollen von der internen Umstrukturierung nicht betroffen sein. "Für die Passagiere ändert sich gar nichts", hieß es von der Reederei. Es handelt sich demnach um eine "reine Managementscheidung". Rostock liege aus Stena-Sicht strategisch günstiger.

Erst am Wochenende hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass es den Fahrplan zwischen Rostock und Trelleborg erweitern wird. In Rostock sind derzeit 260 Mitarbeiter land- und seeseitig bei Stena Line beschäftigt. Die Reederei bedient mit 34 Schiffen aktuell 22 Linien.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.03.2016 | 17:30 Uhr