Stand: 15.12.2015 16:34 Uhr

Neue Eisbrecher im Hamburger Hafen

18 Meter lang, 6 Meter breit und 100 Tonnen schwer: Die Hitzler-Werft aus Lauenburg hat am Dienstag zwei Eisbrecher an die Hamburger Hafenbehörde HPA übergeben. "Christian Nehls" und "Johann Reinke" sollen künftig die Fahrrinne im Hafen freihalten. Zunächst werden die beiden Eisbrecher in Hamburg getestet. Der offizielle Einsatz startet dann nach der Schiffstaufe im Januar.

Die Hitzler-Werft baut seit 130 Jahren Schiffe

"Wertvolle Arbeit für Hafen und Hochwasserschutz"

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sagte bei der feierlichen Übernahme: "Die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens und seiner Terminals muss stets sichergestellt sein. Die Eisbrecher leisten bei Frost wertvolle Arbeit nicht nur für den Hafen, sondern auch für den Hochwasserschutz." Bei den neuen Fahrzeugen sei darauf geachtet worden, dass sie nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Umweltschutz auf dem neuesten Stand sind. Die beiden Eisbrecher sind mit emissionsarmen Antriebsanlagen, Rußpartikelfiltern und mit energiesparender LED-Technologie ausgerüstet.

800 PS und ein Spezialruder

Die Lauenburger hatten in den vergangenen Jahren bereits vier Eisbrecher an die Hansestadt geliefert. Die Hitzler-Werft baut seit 130 Jahren Schiffe an der Elbe - momentan mit knapp 60 Mitarbeitern. Die beiden Eisbrecher haben jeweils einen Dieselmotor mit 800 PS Leistung. Ihr Tiefgang beträgt 2,20 Meter. Die kleinen Schiffe haben nicht nur einen besonders verstärkten Bug, sondern ein Spezialruder, das dem Kapitän sehr schnelle Richtungswechsel ermöglicht. Auch wenn sie nicht als Eisbrecher arbeiten, will die HPA die Schiffe nutzen. "In der übrigen Zeit werden sie als Hafenschlepper und für allgemeine Transportarbeiten eingesetzt", sagt Stephan Albrecht, Leiter des Fahrzeug- und Gerätebetriebs bei der HPA.

Ein Folgeauftrag ist bereits unterschrieben: Die Werft baut zurzeit zwei weitere Eisbrecher für die HPA: die Schlepper "Hugo Lentz" und "Johannes Dalmann".