Stand: 22.01.2016 08:17 Uhr

Streit um Planungsstopp für neues Volkstheater

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Der Streit um das Volkstheater Rostock ist Jahrzehnte alt - und ein Ende ist nicht in Sicht.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung sieht das Projekt für einen Theaterneubau in Rostock stark gefährdet. Grund ist der jüngste Beschluss der Bürgerschaft. Als Reaktion darauf hatte bereits Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) erklärt, dass er keine Möglichkeit mehr sieht, ein neues Theaterhaus zu bauen.

Aufsichtsratschefin: "Politischer Irrsinn"

"Die Einschätzung des Rostocker Oberbürgermeisters halten wir für realistisch, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums dem NDR. Ob das Land weiter das Rostocker Volkstheater unterstützt, werde geprüft. Volkstheater-Aufsichtsratschefin Eva-Maria Kröger (Die Linke) nannte den Planungstopp des Oberbürgermeisters "politischen Irrsinn". Sie forderte Methling auf, sich gemeinsam mit Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) erst Gedanken zu machen, welche Inhalte ein neues Volkstheater bieten soll. Der Rostocker Bund erwartet von Oberbürgermeister Methling, über neue Perspektiven für das Volkstheater nachzudenken. SPD und CDU in der Hansestadt, die den Vorgaben der Verwaltung folgen wollten, haben sich bislang nicht geäußert.

Volkstheater Rostock ist stark renovierungsbedüftig

Volkstheater Rostock: Streit um Planungsstopp

Nordmagazin -

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung sieht das Projekt für einen Theaterneubau in Rostock stark gefährdet. Grund ist der jüngste Beschluss der Bürgerschaft der Stadt.

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Verstößt Bürgerschaftsbeschluss gegen Zielvereinbarung?

Mit den Stimmen von Grünen, Linken und Rostocker Bund hatte die Bürgerschaft beschlossen, dass sich das Volkstheater nicht finanziell an der Planungsphase für einen Neubau beteiligen soll. Das allerdings, so die Auffassung der Verwaltung, verstößt gegen die Zielvereinbarung zwischen Stadt und Land. Etwa vier Millionen Euro - das sind zehn Prozent der veranschlagten Bausumme für das neue Stadttheater - sollten aus dem Etat der Volkstheater GmbH kommen, so die Vereinbarung zwischen Kultusministerium und Stadtverwaltung.

Der Neubau sollte ursprünglich schon 2018 zum 800. Stadtgeburtstag fertig sein. Davon ist schon lange keine Rede mehr, frühestens 2023 heißt es inzwischen. Es steht auch noch kein Standort fest.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.01.2016 | 07:30 Uhr