Stand: 22.01.2016 20:00 Uhr

Ein Festival der gelebten Freundschaft

von Melanie von Bismarck
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"Les grands ports - Heimat und Exil" - ist das Motto des deutsch-französischen Kulturfestivals arabesques.

Pünktlich zum 53. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags hat in Hamburg das fünfte deutsch-französische Kulturfestival arabesques begonnen. Bis zum kommenden Mittwoch präsentiert es vor allem norddeutsche Projekte, die im Austausch mit französischen Künstlern entstanden sind.

Vom Konzert bis zum Vortrag

Arabesques lädt ein zu Konzerten, Liederabenden, Lesungen, Vorträgen und vielem mehr ein - in Konzert- und Kulturhäuser, Kirchen, Theater und Cafés. Leiterin Barbara Barberon-Zimmermann hat das diesjährige Festival unter das Motto "Les grands ports - Heimat und Exil" gestellt. "Es war uns wichtig, dass alle Künstler sich auch mit diesem Thema auseinandersetzen", sagt sie. "Ich bin selbst gespannt, was sie daraus gemacht haben."

Auftakt mit Auftragskomposition

Vier Hamburger Musiker beschreiben den Weg des jüdischen Komponisten Kurt Weill, der über Frankreich in die USA emigrierte. Eine Fotoausstellung beschäftigt sich mit dem Begriff Heimat, für den es im Französischen keine Übersetzung gibt. Das Duo Chanson singt Lieder von Charles Aznavour und George Moustaki, die von geplatzten Träumen und neuer Heimat erzählen. Zum ersten Mal hat das Festival auch eine Auftragskomposition vergeben. Das Werk von Thierry Pécout heißt "La Voie de la Beauté" wurde am Freitagabend im Auswandermuseum BallinStadt auf der Veddel uraufgeführt.

Am 10. Februar wollen Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und der Abgeordnete der Nationalversammlung Pierre-Yves Le Borgn über die deutsch-französischen Beziehungen als Motor der Europäischen Integration diskutieren. Schirmherr der Kulturwochen, die bis zum 27. Februar laufen, ist Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 22.01.2016 | 08:03 Uhr