Stand: 29.09.2017 15:57 Uhr

Deutsch-polnisches Theaternetzwerk entsteht

von Katja Geulen

Ein grenzübergreifendes Theaternetzwerk entsteht zwischen dem Theater Vorpommern, den Uckermärkischen Bühnen und der Stettiner Oper. Das haben die drei Einrichtungen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im brandenburgischen Schwedt angekündigt. Die Kooperation wird zu 85 Prozent durch EU-Fördermittel finanziert.

Austausch von Produktionen

Einen Namen hat das ganze aber noch nicht - aber Inhalte dieses Theaternetzwerks stehen schon fest: mehr Austausch. Und zwar sowohl von Produktionen, als auch von Zuschauern. Denn die beteiligten Häuser haben alle ein hohes Niveau, aber Unterschiedliches zu bieten. 3,3 Millionen Euro haben die beteiligten Bühnen in den nächsten drei Jahren zur Verfügung, um dieses Netzwerk aufzubauen und mit Leben zu füllen.

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Dabei soll es unter anderem gemeinsame Veranstaltungen und bessere Möglichkeiten zum Austausch von Produktionen geben. Um das zu erleichtern, fließt eine großer Anteil in die technische Ausstattung der Theater, wie Licht- und Tontechnik. Sie soll überall ein gleichhohes Niveau bekommen. Ein knappe Millionen erhält allein das Theater Vorpommern, wo zum Beispiel in Putbus und Stralsund Licht und Tonanlagen modernisiert werden. Schwedt investiert in eine Drehbühne und Stettin in Open-Air -Technik.

Ein Ziel der landesübergreifenden Kooperation ist es, mehr Zuschauer auch aus den Nachbarregionen anzusprechen und zwar jeweils in deutscher und polnischer Sprache. Das gemeinsame Netzwerk der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, des Theaters Vorpommern und der Stettiner Oper startet jetzt und läuft zunächst bis Dezember 2020.

Synergieeffekte und technische Investitionen

Der Intentand der uckermärkischen Bühnen, Reinhard Simon, hat das Netzwerk initiiert: "Stettin hat ein Orchester und was eine Oper hat: Sänger und einen Chor, aber kein Schauspiel. Greifswald und Stralsund haben alles drei, also Oper, Schauspiel und Chor und Ballett. Und wir haben ein singendes Schauspiel, aber kein Orchester. Wir werden uns auch personell und materiell austauschen und Produkte anbieten, die der andere jeweils nicht hat."

Zweisprachigkeit als Standard

Damit die staats- und Landesgrenzen nicht nur für die Zusammenarbeit der Theater noch durchlässiger werden, sondern auch für die Zuschauer, wird es auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit geben: Zweisprachigkeit als Standard, in der Werbung wie auf der Bühne.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Kulturjournal | 28.09.2017 | 19:00 Uhr

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