Stand: 27.09.2017 14:21 Uhr

Bargheer-Museum öffnet in Hamburg

Nach zehn Jahren Planung wird am Freitag im Hamburger Jenischpark das neue Bargheer-Museum von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) eröffnet. Der Künstler Eduard Bargheer (1901-1979) gilt als wichtigster Hamburger Maler des 20. Jahrhunderts. Seine farbkräftigen Bilder sind geprägt von zwei Inseln, auf denen er lebte: Finkenwerder und Ischia. "Es ist die Erfüllung eines Lebenstraumes, dass es nun ein Bargheer-Museum gibt, wo dieser herrliche große Nachlass auf Dauer untergebracht ist und gezeigt werden kann", sagte Dirk Justus, Nachlassverwalter und Vorstand der Stiftung Bargheer Museum, am Mittwoch in Hamburg.

1,2 Millionen Euro Spenden gesammelt

Das Bargheer-Museum im Jenischpark ist mit Spenden einer privaten Stiftung realisiert worden.

Seit Bargheers Tod 1979 kämpft die Eduard-Bargheer-Stiftung darum, dass der Künstler nicht in Vergessenheit gerät. "Das war ein schwieriger Prozess. Jetzt bewegt mich ein Gefühl der Dankbarkeit für alle Helfer", sagte Justus. 1,2 Millionen Euro Spenden sammelte die Stiftung für das neue Museum, das im umgestalteten Gartenbauamt im Jenischpark untergebracht ist. Mit dem Ernst-Barlach-Haus und dem Jenisch-Haus gibt es nun drei Ausstellungshäuser in dem Park im Hamburger Elbvorort Klein Flottbek.

"Ich freue mich, dass nach langen Jahren des Bemühens endlich das Bargheer-Museum eröffnet wird", sagte Altonas Bezirksamtsleiterin Liane Melzer zu NDR 90,3. "Neben dem Barlach- und dem Jenisch-Haus ist ein weiterer attraktiver Anziehungspunkt im Jenischpark entstanden. Hier haben nun die Hamburgerinnen und Hamburger die Gelegenheit, sich an den Werken eines der berühmtesten Maler Hamburgs zu erfreuen."

Erste Ausstellung zeigt 80 Bilder

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Nach dem Umbau des Niedersachsenstadions Anfang der 2000er-Jahre wurde das von Bargheer 1962/63 geschaffene Mosaik "Sport" abgetragen und am Eingang Süd der Arena wieder zusammengefügt.

Die erste Ausstellung zeigt 80 Bilder auf 420 Quadratmetern in dem neuen, lichtdurchfluteten und behutsam renovierten Museum. Ihr Titel "Die Ankunft der Harmonie" bezieht sich auf ein Gemälde aus dem Jahr 1932. "Harmonie" hieß der Raddampfer, der von Finkenwerder zu den Landungsbrücken die Elbe überquerte und mit dem der kleine Eduard Bargheer schon zur Schule nach St. Pauli gefahren war.

Die Schau, die bis zum 3. April 2018 zu sehen ist, ist chronologisch in zehn Themengebiete gegliedert - angefangen von den ersten Aquarellen in Hamburg, Paris und London über den Austausch mit Künstlern der Hamburgischen Sezession in den 1930er-Jahren bis zur letzten Schaffensphase, die den Künstler in den 1960er-Jahren nach Afrika führte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.09.2017 | 18:00 Uhr

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