Aus den trockenen Blütenständen von Astern, Dahlien, oder Zinnien können Sie im Herbst die Samen ernten. Suchen Sie sich besonders große und ausgereifte Blüten aus. Die Samen können Sie gut auf der Fensterbank trocknen.
Bei den Sonnenblumen wird es jetzt Zeit die Samen zu ernten, sonst haben die Vögel alles weggepickt. Sie können die Sonnenblumenkerne natürlich auch den Vögeln für den Winter überlassen.
Die Studentenblumen sind praktisch, um Beete hübsch einzufassen und sie halten so manchen Schädling fern. Nehmen Sie die schönen ausgereiften Blüten und lösen Sie die stäbchenförmigen Samen vom Blütenkelch.
Was bei den Blumen funktioniert, geht auch beim Gemüse: Aus Bohnen, Zucchinis, Kürbissen, Gurken und Tomaten können Sie eine Menge Saatgut für das nächste Jahr gewinnen.
Das Gute bei diesen Gemüsesarten ist, dass trotz der Saatgewinnung noch genug von der Frucht zum Essen übrig bleibt, zum Beispiel für Kürbissuppe, Schmorgurken oder Zucchinischiffchen.
Gartenexperte Peter Rasch legt die Samen drei Tage in Wasser ein. Das Gemisch fängt dann leicht an zu gären und dadurch lassen sich die Samen sauber und einfach von den Fruchtfleischresten trennen. So bekommen Sie eine schöne und saubere Saat.
Das geht auch besonders gut mit Zucchini, Kürbis und Tomaten. Zum Trocken legen Sie die Samen auf einem Geschirrhandtuch an einen sonnigen Ort. Wenn Sie nicht das gute Geschirrhandtuch nehmen wollen, tun es auch Küchenrolle oder Zeitungspapier.
Nicht alle Tomatenarten eignen sich für die Saatgewinnung. Moderne Tomatensorten sind meist F1-Hybriden. Bei diesen gezüchteten Sorten kann im folgenden Jahr eine völlig andere Sorte herauskommen, da aus den Pflanzen wieder die Urformen der Züchtung wachsen kann.
Auch bei Zierkürbissen wie der Bischofsmütze kann eine völlig neue Sorte herauskommen. Wenn Sie also ein besonders schönes Exemplar nachzüchten möchten, gibt es dafür keine Garantie.
Zum Eintüten ist es wichtig, dass die Samen ganz trocken sind. Wiederverschließbare Gefrierbeutel eignen sich zur Aufbewahrung. Lagern Sie die das Saatgut dunkel und warm, dann hält das Saatgut bis zu acht Jahren, obwohl die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt.
Und nicht vergessen: Beschriften Sie die Tüten mit Inhalt und Datum, sonst gibt es im nächsten Jahr die ein oder andere Überraschung beim Ernten.