Stand: 02.09.2016 15:25 Uhr

Äpfel richtig ernten und haltbar machen

Der Herbstanfang ist die beste Zeit für die Apfelernte. Wenn der Apfel sich beim Ankippen beziehungsweise vorsichtigem Drehen leicht löst, ist er reif. Ernten Sie Früchte möglichst so vorsichtig, dass keine Druckstellen entstehen. Deshalb beim Pflücken am besten einen Stoffbeutel um den Hals hängen, die Äpfel vorsichtig hineinlegen und regelmäßig ausleeren. Besonders schöne Exemplare können Sie sie noch etwas hängen lassen. In der Spätsommersonne werden diese dann besonders süß. Die kleineren Äpfel wachsen jetzt nicht mehr, aber sie eignen sich hervorragend für die Saftpresse. Alles was wurmstichig ist, einfach herunterfallen lassen. Das lässt sich nachher auch viel besser aufsammeln.

Apfelernte, aber richtig: So geht's!

Aus Fallobst leckeren Saft herstellen

In Jahren, in denen die Ernte weniger üppig ausfällt, sind die Äpfel in Mostereien sehr gefragt. Annahmestellen, bei denen Sie Ihre Äpfel direkt gegen Saft tauschen können, gibt es überall auf dem Land. Zum Mosten eignet sich jegliches Fallobst: egal ob klein, ob groß, aus dem eigenen Garten oder am Wegesrand gesammelt: Nur faulig dürfen die Äpfel nicht sein, das verdirbt den Saft.

Karte: Mostereien im Norden

Äpfel richtig einlagern

Auch bei der Lagerung müssen Sie die Äpfel fast wie rohe Eier behandeln. Sie sollten sie auf keinen Fall abwaschen oder polieren, denn die natürliche Wachsschicht ist der beste Schutz zum Konservieren. Legen Sie die Äpfel auf etwas Zeitungspapier in eine Kiste schön nebeneinander, möglichst nicht stapeln. Eine alte Bauernweisheit sagt: "Stiel nach unten, Kelch nach oben". Eine logische Erklärung für diese Regel haben wir nicht gefunden. Probieren Sie es einfach aus.

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Schlechte Äpfel müssen sofort aussortiert werden.

Die Apfelkisten sollten auf jeden Fall schön kühl und dunkel stehen, aber auf keinen Fall unter vier Grad. Eine gute Alternative zur Stiege ist eine Styroporkiste. Darin liegt der Apfel relativ sicher vor Temperaturschwankungen, sodass in der Garage oder im Keller auch mal kurz Minustemperaturen sein können, ohne dass die Äpfel gleich hinüber sind. Andere Früchte dürfen nicht in der Nähe stehen, denn die Reifegase des Apfels können dazu führen, dass sie schneller verderben. Am besten kontrollieren Sie einmal in der Woche die eingelagerten Äpfel und sortieren die schlechten Exemplare aus.

Nach der Ernte kommt der Schnitt

Durch Herbststürme können Äste abbrechen. Wenn Sie diesen sogenannten Windbruch an Ihren Obstbäumen feststellen, sollten sie die entsprechenden Äste sauber abschneiden. Die Schnittstelle muss nicht mit Baumwachs verschlossen werden, sondern kann einfach an der Luft trocknen - das ist für den Apfelbaum das Beste.

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