Stand: 06.08.2017 15:37 Uhr

Wacken: 75.000 Metalheads nicken im Takt

75.000 Metalheads haben wieder einmal das kleine Dorf Wacken im Kreis Steinburg zur Metal-Metropole der Welt gemacht. Bei der 28. Auflage des berühmten Festivals feierten von Donnerstag bis Samstagnacht Fans aus aller Welt - weitestgehend friedlich. Das Festival war zum zwölften Mal in Folge ausverkauft. Insgesamt standen 170 größere und kleinere Acts auf der Bühne.

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Der Headliner: Alice Cooper

Zu den musikalischen Höhepunkten gehörte der Auftritt von Alice Cooper am Sonnabend. Er präsentierte eine Mischung aus Klassikern, wie "Poison" und "School's Out" und Songs von seinem neuen Album "Paranormal". Zum Finale gab die Rock-Legende "Ace of Spades" von Motörhead zum Besten, ein Tribut an deren verstorbenen Sänger Lemmy Kilmister. Die Menge brüllte mit, auf dass der Sänger es im Himmel hören möge. Weitere Highlights waren für die Musik-Freaks die Auftritte von Megadeth, Europe, Status Quo, Accept und Volbeat.

Bier-Pipeline war ein voller Erfolg

Am Eröffnungstag sorgte ein heftiger Regenguss für den traditionellen Wacken-Schlamm. "In Kurbädern muss man viel, viel Geld für Schlammpackungen bezahlen, das ist hier alles all-in", scherzte Wacken-Mitgründer Thomas Jensen. Trotz Drainage konnte der Platz vor den Bühnen nicht trockengelegt werden. Damit war Jensen nicht so zufrieden: "Wir können noch mal nachbessern. Aber wir sind auf dem richtigen Weg." Die neue Bier-Pipeline war für ihn hingegen ein Erfolg: "Das funktioniert wie verrückt." Mit den acht unterirdischen Leitungen seien bis zu 25.000 Becher Bier pro Stunde gezapft und verkauft worden.

Polizei und Sanitäter ziehen positive Bilanz

Zufrieden war nach dem Metal-Großereignis auch die Polizei: Weniger als zehn Körperverletzungen standen in der Festivalbilanz der Beamten: "Für die Anzahl der Menschen ist das sehr, sehr wenig", sagte Einsatzleiter Sven Adomat. Von insgesamt 175 angezeigten Straftaten waren die Hälfte Diebstähle. Der einzige nennenswerte Zwischenfall: Ein 18-Jähriger versetzte einem Polizisten einen Kopfstoß, als er gewaltsam auf das Festival-Gelände gelangen wollte.

Die Sanitäter behandelten etwa 1.600 Metal-Fans rund um das W:O:A. Die meisten kamen wegen Verstauchungen und umgeknickten Knöcheln zu den Helfern, sagte Christian Mandel, der Sprecher der Rettungsdienst-Kooperation Schleswig-Holstein. Ein Mann erlitt allerdings eine schwere Verbrennung und musste mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden.

Bei der Abreise am Sonntag folgte dann das alljährliche Verkehrschaos - es staute sich rund um den Ort. Vor der Fähre von Glückstadt nach Wischhafen mussten Autofahrer eineinhalb Stunden warten.

Headliner fürs nächste Jahr sind schon gebucht

Für das kommende Jahr stehen bereits die ersten Bands und Künstler fest: Metal-Queen Doro will ihr 35. Bühnenjubiläum feiern. Außerdem sind Nightwish, Running Wild und Sepultura bereits gebucht. Das W:O:A gilt als eines der größten Metal-Festivals der Welt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.08.2017 | 14:00 Uhr

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