Stand: 15.12.2015 14:36 Uhr

Hamburgs Nein zu Olympia ist nun amtlich

Jetzt ist das "Nein" der Hamburger zur Olympia-Bewerbung ihrer Stadt amtlich. Hamburgs rot-grüner Senat veröffentlichte am Dienstag das endgültige Ergebnis des Referendums. Bei der Überprüfung der Niederschriften sowie vereinzelten Nachzählungen gab es zwar geringe Differenzen, sie änderten aber am Endergebnis vom 29. November nichts. Gegen die Bewerbung um die Spiele 2024 stimmten endgültig 336.518 Bürger oder 51,6 Prozent, 880 mehr als am 29. November vorläufig ermittelt. Für die olympischen Pläne votierten 315.181 Bürger oder 48,4 Prozent. Das waren 713 mehr als bei der vorläufigen Auszählung.

Nach dem Nein: Was wird aus Hamburgs Sportstätten?

Wahlbeteiligung lag bei 50,2 Prozent

Zwar war die festgelegte Ja-Stimmen-Hürde beim Referendum übersprungen worden, weil aber 21.337 mehr Nein- als Ja-Stimmen abgegeben wurden, scheiterte die weitere Bewerbung der Hansestadt für die Spiele. Prozentual leicht erhöht hat sich die Wahlbeteiligung von vorläufigen 50,1 Prozent auf 50,2 Prozent. Abstimmungsberechtigt waren rund 1,3 Millionen Bürger. Per Brief hatten 575.610 ihre Stimme abgegeben; ungültig waren 1.528 Stimmen.

Initiative "STOP Olympia Hamburg" zustande gekommen

Bestätigt wurde seitens der Innenbehörde auch, dass am 30. November 10.000 gültige Unterschriften für das Zustandekommen der Volksinitiative "STOP Olympia Hamburg" eingereicht wurden. Mit diesem Instrument der direkten Demokratie wollten die Olympiagegner im Falle eines Referendums pro Olympia weiter politischen Gegenwind erzeugen.

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