Stand: 30.10.2015 16:50 Uhr

Ungültige Stimmen - Probleme bei Olympia-Briefwahl

Die Wahl-Unterlagen für das Hamburger Olympia-Referendum.

Seit rund einer Woche haben die Hamburger Bürger das Wort bei der Frage, ob sich die Hansestadt weiter für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bewerben soll. Die Briefwahl zum Referendum am 29. November läuft und ungefähr 12.000 der 1,3 Millionen Wahlberechtigten haben bereits abgestimmt. Das Problem: Fast zehn Prozent der bisher eingegangenen Stimmen sind laut Landeswahlamt ungültig. Diese Bürger hatten vergessen, den weißen Abstimmungsschein (oben ganz rechts im Bild) im roten Umschlag mitzuschicken. Oder haben ihn versehentlich mit dem Stimmzettel in den blauen Umschlag gesteckt und ihre Wahl damit ungültig gemacht.

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Zweiter Versuch ist möglich

"Zehn Prozent Fehlerquote ist einfach zu viel", sagt Landeswahlleiter Willi Beiß. Deswegen geht das Landeswahlamt an die Öffentlichkeit, um die Wahlberechtigten darauf aufmerksam zu machen, dass der weiße Abstimmungsschein unbedingt unterschrieben und separat in den roten Umschlag gesteckt werden muss. Der Schein ist notwendig, um doppelte Stimmabgaben zu verhindern. Entwarnung gibt es allerdings für alle, die befürchten, einen Fehler gemacht zu haben. Sie können sich neue Wahlunterlagen besorgen. Da ihre erste, ungültige Briefwahl nicht gezählt wurde, ist ein zweiter Versuch möglich.

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