Stand: 25.09.2015 16:04 Uhr

Niederlage für Gegner der Olympischen Spiele

Bild vergrößern
(N)Olympia will die Olympischen Spiele in Hamburg verhindern.

Die Argumente der Gegner der Olympischen Spiele 2024 in Hamburg könnten doch in einem Informationsblatt zum Referendum am 29. November veröffentlicht werden. Wie NDR 90,3 am Freitag berichtete, sind zwar Tausende Stimmen einer Unterschriftenaktion der (N)Olympia-Initiative ungültig. Die Rathaus-Parteien, allen voran SPD und Grüne, wollen den Gegnern aber wohl doch die Möglichkeit geben, ihre Position zu vertreten - aus Gründen der Fairness, hieß es. Allerdings muss das von der Bürgerschaft mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden.

Zu viele Stimmen ungültig

Innerhalb von drei Wochen hätte die (N)Olympia-Initiative eigentlich 10.000 Unterschriften sammeln müssen, damit ihre "Argumente für ein Nein zu Olympia" im Informationsheft abgedruckt werden, dass alle wahlberechtigten Hamburger vier Wochen vor dem Referendum geschickt bekommen. Aber sie schafften es nicht. Sie hatten zwar nach eigener Aussage fristgerecht 10.240 Unterschriften abgegeben, nach der Prüfung durch das Landeswahlamt blieben davon nur knapp 7.700 gültige Unterschriften übrig. Denn viele Unterzeichner waren in Hamburg nicht wahlberechtigt, so die Begründung.

Kommen Olympia-Kritiker noch zu Wort?

In dem 28 Seiten starken Informationsheft zum Referendum, bei dem die Hamburger über die Bewerbung für Olympische Spiele abstimmen, werden Senat und Bürgerschaft mit ihren Stellungnahmen auf jeweils acht Seiten vertreten sein. Stimmt die Bürgerschaft zu, bekommen auch die Gegner acht Seiten für ihre Argumente. In der rot-grünen Regierungskoalition war man am Freitag zuversichtlich, dass dafür eine Mehrheit zustande komme. Nach der gescheiterten Unterschriftensammlung war für NDR 90,3 niemand von (N)Olympia für eine Stellungnahme zu erreichen.

Weitere Informationen

Olympia-Votum nimmt letzte Hürde

Olympia 2024 in Hamburg? In knapp vier Monaten wird in der Hansestadt über die Bewerbung abgestimmt. Die Bürgerschaft hat das Referendum mit großer Mehrheit beschlossen. (08.07.2015) mehr

Hafenwirtschaft warnt vor teurem Olympia-Umzug

Der Unternehmerverband Hafen Hamburg warnt vor hohen Kosten wegen der Verlagerung von Betrieben für Olympia. Laut Wirtschaftsenator Horch werden die Pläne aber auch ohne Olympia umgesetzt. (23.09.2015) mehr

Linke kämpfen gegen Olympia in Hamburg

Hamburgs Linke sind offiziell Unterstützer der (N)Olympia-Bewegung. Bei einem Landesparteitag positionierte sich die Partei am Sonnabend gegen Olympische Spiele in der Hansestadt. (28.06.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 25.09.2015 | 15:00 Uhr