Stand: 29.11.2015 22:21 Uhr

Blog: Das war der Tag des Olympia-Referendums

Die Hamburger Bevölkerung hat sich beim Referendum überraschend gegen Olympia 2024 in der Hansestadt entschieden. Hamburg wird damit auf eine Bewerbung um die Ausrichtung der Spiele verzichten. Die Entwicklungen des Tages zum Nachlesen im Blog.


22:21 Uhr

Die Entscheidung im Norden im Video


21:52 Uhr

Beiersdorfer: "Das muss man erstmal verdauen"

"Ich bin sehr enttäuscht und traurig, es wäre ein große Möglichkeit für die Stadt und die Bürger gewesen, so ein Projekt für die Zukunft zu gestalten. Das muss man erstmal verdauen", meinte Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV. "Das Konzept hat gestimmt, aber die Begleitumstände konnten wir nicht beeinflussen. Wir haben gekämpft", sagte Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft für die Spiele 2024.


21:50 Uhr

Jubel bei den Olympia-Gegnern


21:41 Uhr

DOSB-Präsident Hörmann: Ein Tiefschlag

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), nannte das Ergebnis einen herben Tief- und Rückschlag: "Wir sind mit Hamburg aufgebrochen, um Sportdeutschland neue Perspektiven zu geben - diese Chance für die nächste Generation ist nun nicht gegeben. Unser Ziel ist es nun, Sportdeutschland ohne die Vision der Olympischen Spiele Sportdeutschland weiterzuentwicklen. Auf diesem Weg haben wir nun tendenziell mit Gegenwind anzutreten." Im Hinblick auf eine mögliche Bewerbung für 2028 hielt sich Hörmann sehr zurück: "Offensichtlich passen der olympische Gedanke und Deutschland im Moment nicht zusammen."


21:38 Uhr

NDR Aktuell extra um 21.45 Uhr

Alles zur gescheiterten Hamburger Olympia-Bewerbung gleich im NDR Fernsehen.


21:28 Uhr

Kirsten Bruhn: "Ich bin sehr betrübt"

Die dreifache Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn zeigte sich vom Ergebnis im Gespräch mit NDR 90,3 bitter enttäuscht und sagte mit Tränen in den Augen: "Ich bin sehr betrübt. Diese Spiele hätten viel für die ganze Gesellschaft getan und auch für den Nachwuchs. Es enttäuscht mich, dass die Menschen nicht sehen, dass es um den Sport geht. Das hätte ich so nicht erwartet."


21:25 Uhr

21.000 Stimmen machen den Unterschied

51,6 Prozent haben in der Hansestadt letztlich mit Nein gestimmt, 650.106 Hamburger beteiligten sich an der Abstimmung. 21.000 Stimmen machten am Ende den Unterschied aus.


21:21 Uhr

Neumann: "Schwer für mich zu glauben"

Hamburgs Sportsenator Michael Neumann: "Das ist schwer für mich zu glauben, dass Hamburg Nein zu dieser Wahnsinnschance gesagt hat. Man muss das jetzt akzeptieren. Aber ich werde sicher noch in den nächsten Wochen den Kopf schütteln. Es wäre auch eine Chance gewesen, das IOC vielleicht ein bisschen unter Druck zu setzen, damit es seine Reformen wirklich wahr macht. Jetzt darf man sich nicht wundern, wenn man sich wieder für obskure Städte entscheidet."


21:16 Uhr

Enttäuschung bei Weitspringer Sebastian Bayer


21:11 Uhr

Scholz: Eine klare Entscheidung

Die Hansestadt werde sich nicht um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 bewerben, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) im Rathaus. Er räumte damit die Niederlage der Olympia-Befürworter beim Referendum ein: "Das ist eine Entscheidung, die wir uns nicht gewünscht haben. Sie ist aber klar." Dass Hamburg an den Anfang einer Olympia-Bewerbung ein Referendum gestellt habe, sei richtig gewesen: "Das Ergebnis ist jetzt zu akzeptieren. Es ist ein Ergebnis, das für die Stadt insgesamt gilt und verbindlich ist."

Weitere Informationen

Hamburg sagt Nein zu Olympia

Mit einem Votum gegen eine weitere Bewerbung um die Sommerspiele 2024 ist das Olympia-Referendum in Hamburg zu Ende gegangen. Die Mehrheit der Bürger stimmte mit Nein. Kiels Ja ist ohne Bedeutung. mehr


21:02 Uhr

Hamburg sagt Nein zu Olympia 2024

Die Hamburger haben sich gegen Olympische Spiele in Hamburg entschieden. Zwar sind fünf Prozent der Stimmen noch nicht ausgezählt, die Niederlage der Befürworter ist aber nicht mehr abzuwenden. 51,7 Prozent stimmten mit Nein.


20:56 Uhr

Nein-Sager vor dem Sieg

Die Olympia-Befürworter haben das Referendum in Hamburg aller Voraussicht nach verloren. Nach Auszählung von 625.291 der rund 650.000 abgegebenen Stimmen liegen die Gegner mit 51,7 zu 48,3 Prozent vorn. Aus dem Umfeld des Statistikamtes Nord hieß es, dass sich daran wohl nicht mehr viel ändern werde.


20:40 Uhr

Scholz und Hörmann äußern sich gegen 21 Uhr

Tabea Kunze, NDR Hörfunk: Warten im Hamburger Rathaus. Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann wollen sich gegen 21 Uhr äußern.


20:19 Uhr

Gegner weiterhin vorn

Der Trend zum Nein verfestigt sich. 508.000 von insgesamt rund 650.000 Stimmen sind ausgezählt, 51,7 Prozent wollen keine Spiele 2024 in Hamburg.


20:11 Uhr

NOlympia will "Tag nicht vor dem Abend loben"

Tabea Kunze, NDR Hörfunk: Ein klares Ja wird es in Hamburg nicht geben. Doch Florian Kasiske und seine NOlympia-Kollegen nehmen noch keine Glückwünsche entgegen: "Wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben."


20:03 Uhr

Ergebnis in Kiel ist da: Klares Ja

Freuen sich: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (v.l.).

Christian Wolf und Frauke Hain, NDR 1 Welle Nord: Überwältigende Mehrheit für die Ausrichtung der Segelwettbewerbe in Kiel. Das vorläufige offizielle Endergebnis: 65,57 stimmen für Ja, 34,43 für Nein. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,71 Prozent.

Weitere Informationen

Vergebliches Ja der Kieler für Olympia

Zwar haben sich die Kieler klar für eine Bewerbung der Stadt um olympisches Segeln ausgesprochen. Daraus wird aber nichts. Denn in Hamburg stimmte die Mehrheit gegen die gemeinsamen Olympiapläne. mehr


20:01 Uhr

Meyfarth ist skeptisch, hofft aber weiter

Thorsten Vorbau vom Hamburg Journal im Gespräch mit der zweimaligen Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth, Handballer Johannes Bitter und der dreifachen Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn. "Lasst uns mal abwarten, ich bleibe optimistisch", sagte die ehemalige Schwimmerin Bruhn. Bitter hatte "auf mehr gehofft und eine Sechs vorne gesehen", hofft aber, dass es positiv ausgeht: "Und dann legen wir richtig los." Meyfarth meinte, sie habe sich schon gedacht, dass es knapp wird: "Aber der Abend ist noch nicht zuende."


19:47 Uhr

Suding: "Knapper als erwartet"

Es bleibt ganz eng: Mehr als 230.000 Stimmen sind in Hamburg ausgezählt, 51,9 Prozent stimmen gegen Olympia. "Es wird eine Zitterpartie und knapper als ich erwartet hatte", sagte Hamburgs FDP-Vorsitzende Katja Suding im Hamburg Journal. Sie sieht vor allem die fehlende Finanzierungszusage des Bundes als Grund für den unerwartet starken Gegenwind.


19:32 Uhr

Leiser Trend zum Nein

In Hamburg bleibt es knapp - doch der Trend entwickelt sich ein wenig in Richtung Nein. Knapp ein Viertel der Stimmen (rund 165.000) ist ausgezählt, 52,4 Prozent lehnen die Aufrechterhaltung der Bewerbung ab.


19:26 Uhr

Vesper: "Zahlen noch nicht aussagekräftig"

Michael Vesper (l.), Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes, demonstriert im Interview mit Patrick Halatsch vom NDR Fernsehen Gelassenheit: "Die Zahlen sind noch nicht aussagekräftig. Es ist zu früh, schon ein Urteil abzugeben." Die Flüchtlingskrise, die Terroranschläge und die jüngsten Skandale hätten den Olympia-Machern aber nicht in die Karten gespielt.


19:15 Uhr

Olympia-Gegner wünschen sich enges Wahlergebnis

Die Initiative NOlympia hofft auf ein knappes Ergebnis. "Die Umfragen wurden immer enger und es wäre schön, wenn sich dieser Trend fortsetzen würde", sagte Marie Behr. Das Endergebnis wollte sie aber nicht prognostizieren. Wochenlang hatte Behr mit rund 150 weiteren Olympia-Gegnern in Hamburg für ein Nein beim Referendum gekämpft. "Wir wollten die Menschen darauf stoßen, dass nicht alles so schön ist, wie es scheint", sagte die Studentin: "Wir sind gegen die Verschwendung von Steuergeldern und gegen diese Art von Stadtentwicklung."


19:04 Uhr

Hoffen Schröder und Bitter vergeblich?

Thomas Koos, NDR Hörfunk: Die Handballer Stefan Schröder (r.) und Johannes Bitter machen mit dem HSV Hamburg schwere Zeiten durch. Doch für die Olympia-Bewerbung gilt: Daumen hoch. Allerdings gibt es nach Auszählung von rund 95.500 Stimmen weiterhin eine knappe Mehrheit für Nein (51,3 Prozent).


18:52 Uhr

Kiel steuert auf Ja-Kurs

Christian Wolf, NDR Welle Nord: In Kiel sind bereits 38 von 87 Wahlbezirken ausgezählt. Die Befürworter bleiben mit 65 Prozent weiter klar vorne.


18:51 Uhr

Optimismus bei den Deibler-Brüdern

Thomas Koos, NDR Hörfunk: Die Schwimm-Brüder Steffen (l.) und Markus Deibler sind optimistisch, dass die Bewerbung weitergeht.


18:44 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen in Hamburg

In Hamburg liegen die Olympia-Befürworter bei 67.730 gültigen Stimmen weiterhin knapp hinten: 49,1 Prozent Ja, 50,9 Prozent Nein.


18:42 Uhr

Sportler zittern und hoffen

Sebastian Rieck, Hamburg Journal: Edina Müller hat 2012 in London Gold im Rollstuhl-Basketball gewonnen - und hofft auf ein Ja. "Ich bin nervös, aber das wird schon!"


18:39 Uhr

Befürworter liegen in Kiel klar vorn

Christian Wolf, NDR Welle Nord: Erste Tendenzen aus Kiel - nach der Auszählung von 16 der 87 Wahlbezirke liegen die Befürworter mit 64,8 Prozent vorn.


18:36 Uhr

Statement von Scholz frühestens um 19.30 Uhr

Tabea Kunze, NDR Hörfunk: Auf dieser Rathaustreppe wird Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz frühestens um 19.30 Uhr sein Statement abgeben.


18:28 Uhr

Erste Stimmen ausgezählt

Rund 40.000 Stimmen sind in Hamburg ausgezählt. Der Stand: 49,2 Prozent Ja, 50,8 Prozent Nein. Auch in Kiel ist der erste Wahlbezirk ausgewertet: 70 Prozent Zustimmung.


18:03 Uhr

18 Uhr: Das war's - jetzt wird gezählt!

Laut ZDF hat eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen unter knapp 4.000 Hamburgern nach deren Urnengang eine Zustimmung von 56 Prozent ergeben.

Weitere Informationen

Hamburg sagt Nein zu Olympia

Mit einem Votum gegen eine weitere Bewerbung um die Sommerspiele 2024 ist das Olympia-Referendum in Hamburg zu Ende gegangen. Die Mehrheit der Bürger stimmte mit Nein. Kiels Ja ist ohne Bedeutung. mehr


17:56 Uhr

Überschaubare Beteiligung in Kiel

Christian Wolf, NDR 1 Welle Nord: Weiter überschaubare Beteiligung in Kiel - laut Stadtverwaltung haben bis 17.30 Uhr 30,67 Prozent der rund 198.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.


17:47 Uhr

Die Uhr tickt...

Keine Viertelstunde mehr, dann ist der Bürgerentscheid beendet. Hamburgs Sportsenator Michael Neumann (SPD) hatte vorab insgesamt mit einer Beteiligung von mehr als 50 Prozent gerechnet - und liegt damit offenbar auf einem guten Kurs. "Das wäre eine höhere Wahlbeteiligung als bei der letzten Bürgerschaftswahl, wo es ja eine Wahlbeteiligung von peinlichen 50 Prozent gab", sagte er.


17:27 Uhr

Wahlbeteiligung in Hamburg bei fast 50 Prozent

Hohe Wahlbeteiligung in Hamburg: Bis 17 Uhr - eine Stunde vor dem Ende des Referendums - hatten insgesamt 637.273 Menschen und damit 48,8 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, die meisten per Briefwahl. 67.789 kamen bislang in die Wahllokale. Das Referendum ist angenommen, wenn es mehr Ja- als Nein-Stimmen gibt und mindestens 20 Prozent der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten (259.883) mit Ja stimmen. Nur bei einem Ja der Hamburger wird die Bewerbung in der Hansestadt fortgesetzt. Bei dem gescheiterten Referendum in München vor zwei Jahren zu den Winterspielen 2022 hatten nur 28,9 Prozent ihre Stimme abgegeben.


17:18 Uhr

Die Ruhe vor dem Sturm

Thomas Koos, NDR Hörfunk: Die Ruhe vor dem möglichen Sturm in der Barclaycard Arena. Hier wollen die Olympia-Befürworter im Skylightcafe feiern - wenn es denn etwas zu feiern gibt.


17:08 Uhr

Erste Ergebnisse wohl ab 18.30 Uhr

Tabea Kunze, NDR Hörfunk: Im Medienbereich des Hamburger Rathauses sollen ab 18.30 Uhr die ersten Ergebnisse präsentiert werden. Es dürfte dann etwas voller sein...

Das heute zu erwartende Ergebnis ist indes nur vorläufig. Bis Donnerstag soll nachgeprüft werden, ob die per Briefwahl und in den Abstimmungsstellen persönlich abgegeben Stimmen korrekt ausgezählt wurden. Am 15. Dezember stellt der Senat dann das endgültige Ergebnis des Referendums offiziell fest.


16:56 Uhr

Die Spannung steigt

Matthias Steiner, NDR 90,3: Noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Ende des Referendums. Die Berichterstatter sind auf Standby...

... und auch Hörfunk-Reporter Thomas Koos ist in der Barclaycard Arena startklar.


16:35 Uhr

Maennig: Hamburg braucht zwei Drittel der Menschen hinter sich

Wolfgang Maennig unterstreicht im Interview mit NDR Reporter Alexander Kobs die Wichtigkeit des Bürgerentscheids. Hamburg brauche ein deutlich positives Votum, um international ein Zeichen zu setzen: "Wir werden keine Chance haben, die IOC-Wahl zu gewinnen, wenn wir nicht zwei Drittel der Menschen hinter uns haben. Das zeigen Berechnungen sehr deutlich. Es gab keine einzige Stadt, die das geschafft hat", so der Sportökonom und Ruder-Olympiasieger von 1988.


16:14 Uhr

Knappes Ergebnis erwartet


15:52 Uhr

Das Referendum im NDR Fernsehen

Das Hamburg Journal und das Schleswig-Holstein Magazin berichten ab 19.30 Uhr ausführlich über die aktuellen Entwicklungen in der Elbmetropole und in Kiel. NDR Aktuell extra meldet sich um 21.45 Uhr mit einer zehnminütigen Sondersendung. Dann dürfte auch klar sein, ob Hamburg an seiner Olympia-Bewerbung festhält. Auch im NDR Sportclub steht ab 23.10 Uhr der Bürgerentscheid im Blickpunkt. Zu Gast bei Moderator Gerhard Delling im Studio ist Tennis-Olympiasieger Michael Stich.


15:27 Uhr

Rege Beteiligung in Hamburg

Beim Referendum in Hamburg zeichnet sich eine rege Beteiligung ab. Bis 15 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlamtes insgesamt 615.606 Menschen und damit 47,1 Prozent der etwa 1,3 Millionen Wahlberechtigten abgestimmt - die meisten per Briefwahl. 46.122 suchten die Wahllokale auf. Zum Vergleich: Bei dem Volksentscheid zur Schulreform in Hamburg 2010 hatte es mit 492.094 Teilnehmern insgesamt eine Beteiligung von 39,3 Prozent gegeben.


15:15 Uhr

Kiel lässt das Referendum relativ kalt

NDR 1 Welle Nord Reporter Christian Wolf hat heute Morgen pünktlich um 8 Uhr in Kiel seine Stimme abgegeben. Insgesamt scheinen sich die Kieler jedoch bislang kaum für den Bürgerentscheid zu interessieren. Bis 14 Uhr gaben nach Angaben der Stadt 17,03 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - deutlich weniger als beim jüngsten Referendum. Als die Kieler im vergangenen Jahr über den Bau eines neuen Möbelhauses abstimmten, hatten zur gleichen Zeit 29,42 Prozent der Stimmberechtigten ihren Wahlzettel abgegeben.


15:00 Uhr

Wirtschaftsforscher Vöpel: Umstände sind ungünstig

Flüchtlingskrise und Terroranschläge: Das Referendum käme zu einem ungünstigen Zeitpunkt, sagte Henning Vöpel, Boss des renommierten Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes, dem NDR Sportclub. Das Thema Sicherheit ist ein Knackpunkt: Hamburg hat hierfür 500 Millionen Euro angesetzt, obwohl das Olympia-Vorbild London rund 1,7 Milliarden Euro aufgebracht hat. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sieht die Sicherheit im Falle einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung allerdings nicht als Problem an: "Ich glaube, dass es Möglichkeiten gibt, Olympische Spiele und große Sportereignisse sicher zu organisieren. Der Vorteil bei Olympischen und Paralympischen Spielen ist ja, dass man sich jahrelang vorbereiten kann."

Forscher Prof. Henning Vöpel vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut © Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut

Vöpel: "Referendum unter ungünstigem Stern"

Sportclub -

Die Umstände für das Referendum seien ungünstig, sagte Wirtschaftsforscher Henning Vöpel dem NDR Sportclub.

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14:16 Uhr

Das Referendum im NDR Hörfunk

NDR 90,3 berichtet ab 18 Uhr in einer fünfstündigen Sondersendung "Sportplatz Hamburg Spezial" vom Tag der Entscheidung. Es moderiert Britta Kehrhahn. Der NDR 2 Sonntag befasst sich von 18 bis 20 Uhr intensiv mit dem Referendum, Moderator ist ebenso wie bei der viertelstündigen Sondersendung von NDR Info ab 20.15 Uhr Martin Roschitz. In der Sendung "Zur Sache" auf NDR 1 Welle Nord schaltet Moderator Stefan Eilts von 19 bis 20 Uhr immer wieder live ins Kieler Rathaus sowie nach Hamburg.


13:07 Uhr

Stand 13 Uhr: Mehr als 45 Prozent haben abgestimmt

Bis 13 Uhr haben nach Angaben des Landeswahlleiters 26.065 Menschen in den Hamburger Wahllokalen ihren Stimmzettel eingeworfen. Die Briefwahl eingeschlossen haben somit mehr als 45 Prozent der Bürger abgestimmt (595.549).


11:14 Uhr

Wo liegt das nächste Wahllokal?

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Bis um 18 UIhr haben in Hamburg "die Abstimmungsstellen" des Olympia-Referendums geöffnet.

Sie wollen heute noch in Hamburg abstimmen, wissen aber nicht wo? Die "Abstimmungsstellen" finden Sie auf einen Blick hier. Es gibt deutlich weniger Wahllokale als bei Bürgerschafts- oder Bundestagswahlen. Wo Sie abstimmen, ist egal. Den Stimmzettel müssen Sie nicht unbedingt mitbringen; der Personalausweis reicht aus.


08:05 Uhr

Die Wahllokale sind geöffnet

Tag der Entscheidung für die Olympia-Bewerbung: In Hamburg und Kiel haben die "Abstimmungsstellen" geöffnet. Noch bis 18 Uhr können die Bürger entscheiden, ob sich Hamburg mit dem Segel-Standort Kiel für die Olympische Sommerspiele 2024 bewerben soll. Beim Referendum in Hamburg sind rund 1,3 Millionen Menschen abstimmungsberechtigt. Beim Bürgerentscheid in Kiel können knapp 200.000 Menschen mitmachen.


12:25 Uhr - 28.11.2015

Viele Briefwähler beim Referendum in Hamburg

Kurz vor Ablauf des Olympia-Referendums in Hamburg haben bereits mehr als 43 Prozent der Bürger per Briefwahl abgestimmt. Bis Freitagabend gaben mehr als 563.000 der 1,3 Millionen Wahlberechtigten ihr Votum zu einer Bewerbung um die Sommerspiele 2024 ab.


10:55 Uhr - 28.11.2015

Auch Leipzig würde mitmachen

Die Stadt Hamburg setzt auf eine möglichst günstige Lösung bei der Wahl der Wettkampfstätten. Die drei wichtigsten Neubauten sollen auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen entstehen: das Olympiastadion, die Olympiahalle und die Schwimmhalle. Alle drei Anlagen sollen hinterher eine neue Bestimmung erhalten - als kleines Leichtathletikstadion, als Kreuzfahrtterminal beziehungsweise als Sport- und Freizeitbad. Viele Wettbewerbe wie Judo, Fechten und Volleyball sollen in den Messehallen stattfinden. Andere Anlagen wie das Tennisstadion am Rothenbaum werden modernisert. Die Wettbewerbe im Kanu-Slalom sollen aus Kostengründen in der Nähe von Leipzig ausgetragen werde. Dort gibt es bereits eine geeignete Anlage.

Hamburgs Sportstätten für Olympia


12:09 Uhr - 27.11.2015

Kiels Oberbürgermeister stimmt ab

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Nach seiner Stimmabgabe am Freitag wird Kiels Oberbürgermeister Kämpfer (links) von Olympia-Gegnern der Partei Die Linke empfangen.

Auch in Kiel läuft der Bürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung in die Zielgerade ein. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) hat seinen Stimmzettel am Freitag abgegeben. Er wünscht sich eine hohe Beteiligung - und viele Ja-Stimmen . "Ich erhoffe mir am Sonntag deutlichen Rückenwind für die Olympia-Bewerbung", sagte er bereits im Vorfeld. Olympia sei für die Landeshauptstadt und die gesamte Region eine Riesengelegenheit. In Kiel sind rund 198.000 Menschen stimmberechtigt.


10:45 Uhr - 27.11.2015

Wo die Olympiacity entstehen würde

Falls Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2024 bekommen sollte, würde sich das Bild des Stadtteils Kleiner Grasbrook stark wandeln: vom Hafengelände zur Olympiacity.

Die Olympiacity von Westen gesehen © KCAP, Arup, Vogt, Kunst + Herbert, gmp, Drees&Sommer, WES, ARGUS, bloomimages, on3studio, Luftbilder Matthias Friedel Blick auf den Kleinen Grasbrook in Hamburg © Stadt Hamburg
Das Industriegebiet auf dem Kleinen Grasbrook soll zu Hamburgs Olympiazentrum werden. Wie würde sich das Gebiet verändern? Schieben Sie den Regler nach links oder rechts.

10:55 Uhr - 25.11.2015

Starke Hamburger Konkurrenz

Neben Hamburg wollen Los Angeles, Paris, Rom und Budapest das Megaevent veranstalten. Für die Kandidatur ist eine Volksabstimmung nicht notwendig, die vier Mitbewerber fragen ihre Bürger nicht, ob sie Olympische Spiele in ihrer Stadt möchten. Eine deutliche Zustimmung (über 60 Prozent) könnte bei der IOC-Entscheidung im September 2017 allerdings ein Argument für die Hansestadt sein: Für das IOC ist die Begeisterung in der Bevölkerung ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe. Die Hamburger Konkurrenz im Überblick:

Olympia 2024: Der Kandidatencheck