Stand: 06.07.2015 17:06 Uhr

Olympia: "Wir wollen, dass es diesmal klappt"

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Bundesinnenminister De Maiziere (l.), Bewerbungsgesellschafts-Geschäftsführer Hill und Hamburgs Erster Bürgermeister Scholz (r.).

Die Gesellschafter der Hamburger Olympia-Bewerbergesellschaft haben sich am Montag in der Hansestadt zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Dabei äußerten sie sich zuversichtlich, den Zuschlag für die Spiele 2024 zu erhalten. "Der Bund beteiligt sich zum ersten Mal an einer Bewerbergesellschaft. Wir wollen, dass es diesmal klappt", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und sprach von einem "starken Zeichen". Für Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) kommt es nun darauf an, dass das Konzept "Spiele am Wasser" auch die Welt begeistert: "Uns hat es schon begeistert." Zu den Teilnehmern der Sitzung zählten neben de Maizière und Scholz unter anderem Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, der zum Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt wurde.

Spiele am Wasser: Hamburgs Olympia-Plan

Bewerbung könnte für Hamburg teurer werden

Der DOSB hält 51 Prozent der Anteile. Die übrigen Gesellschafter sind die Stadt Hamburg (26 Prozent), der Bund (18), das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel als Segelstandort (je 2) sowie die Hamburger Handelskammer (1). Das Stammkapital beträgt 100.000 Euro. Die Olympia-Bewerbung könnte Hamburg womöglich teurer zu stehen kommen als geplant. Sollten die anvisierten und zugesagten 25 Millionen Euro aus der deutschen Wirtschaft nicht fließen, ist die Hansestadt als einziger der Vertragspartner der Bewerbergesellschaft dazu verpflichtet, weiteres Geld für das Budget von rund 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Das geht aus der Gesellschaftervereinbarung hervor.

Finanzplan soll rechtzeitig vor Referendum stehen

Den Großteil des geplanten Gesamt-Etats übernimmt der Bund, der bereits 30 Millionen Euro zugesichert hat. Hamburg hatte zuletzt angekündigt, maximal 15 Millionen Euro beisteuern zu wollen. Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) zeigte sich zuversichtlich, nach der Endabrechnung sogar "nur fünf oder sechs Millionen Euro" zahlen zu müssen. Sollte sich die Wirtschaft aber nicht an ihre Zusagen halten, müsste Hamburg im schlimmsten Fall 20 Millionen Euro zahlen. Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbergesellschaft, kündigte an, "rechtzeitig vor dem Referendum" am 29. November einen Finanzplan über die entstehenden Kosten für Olympia in Hamburg öffentlich machen zu wollen. "Es ist klar, dass wir ausreichend Zeit geben wollen und werden, um die Zahlen öffentlich diskutieren zu lassen", sagte Hill der "Bild"-Zeitung.

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