Stand: 24.11.2015 16:33 Uhr

Kiel und Hamburg rühren Olympia-Werbetrommel

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (r.) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sind sich einig: Olympia ist eine gute Sache.

Die SPD-geführten Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg haben sich noch einmal zur geplanten Olympia-Bewerbung Hamburgs bekannt. Nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung am Dienstag in Hamburg verwiesen Bürgermeister Olaf Scholz und Ministerpräsident Torsten Albig auf die große Bedeutung des Sportgroßereignisses in Hamburg und Kiel. Schleswig-Holstein unterstützt die Hamburger Bewerbung für die Sommerspiele im Jahr 2024, weil im Fall der Fälle in Kiel die Segelwettbewerbe stattfinden würden.

Scholz warnt vorm Scheitern

Scholz nutzte den Termin auch, um kurz vor dem Referendum am 29. November noch einmal vor einem Scheitern zu warnen. "Ich bin ganz sicher, dass, wenn Deutschland die Möglichkeit, sich jetzt um Olympische Spiele zu bewerben, nicht realisiert, das sicherlich für 50, 60 und vielleicht noch viel mehr Jahre die vielleicht letzte Gelegenheit gewesen sein wird." Bis Sonntag laufen in Hamburg und in Kiel noch Referenden, um die Meinung der Bürger zu einer Olympia-Bewerbung abzufragen. Zuletzt war die Zustimmung in Hamburg gesunken.

Nach Angaben von Hamburgs Sportsenator Michael Neumann (SPD) beteiligten sich in Hamburg bereits rund 487.000 der rund 1,2 Millionen Abstimmungsberechtigten per Briefwahl am Referendum. Insgesamt rechnet er mit einer Beteiligung von mehr als 50 Prozent. "Das wäre eine höhere Wahlbeteiligung als bei der letzten Bürgerschaftswahl, wo es ja eine Wahlbeteiligung von peinlichen 50 Prozent gab", sagte Neumann. Über Berichte, wonach dem Bundesinnenministerium aus Hamburg noch wichtige Unterlagen zur Kostenverteilung fehlten, zeigte sich Neumann überrascht. "Wir haben alles geliefert, was bislang abgefordert worden ist."

Wo die Olympiacity entstehen würde

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 24.11.2015 | 19:30 Uhr