Stand: 12.02.2017 19:03 Uhr

Zweiter Turniersieg für Alexander Zverev

Der Hamburger Alexander Zverev hat das Tennisturnier in Montpellier gewonnen und damit seinen zweiten ATP-Titel geholt. Der 19 Jahre alte Vorjahres-Halbfinalist besiegte im Endspiel den dreimaligen Montpellier-Sieger Richard Gasquet aus Frankreich mit 7:6 (7:4), 6:3. Seinen bisher einzigen Turniersieg hatte Zverev im September 2016 in St. Petersburg gefeiert. Dustin Brown aus Winsen/Aller musste bei der mit rund 482.000 Euro dotierten Hartplatz-Veranstaltung zuvor im Viertelfinale gegen Benoit Paire wegen Rückenschmerzen aufgeben. Alexanders älterer Bruder Mischa war bereits in Runde eins ausgeschieden. Gemeinsam siegten die Zverev-Brüder dann aber im Doppel: 6:4, 6:7 (3:7), 10:7 im Finale gegen Daniel Nestor/Fabrice Martin (Kanada/Frankreich).

Alexander Zverev: Deutschlands Bester aus Hamburg

Starker Beginn, starkes Finish

Zverev legte stark los, setzte Gasquet von Beginn an unter Druck, sicherte sich sofort das erste Break und lag nach eigenem Aufschlag mit 2:0 vorne. Doch die Führung verlieh dem Hamburger keine Sicherheit. Mit einfachen Fehlern baute er seinen französischen Kontrahenten wieder auf - die Folge: das Re-Break in Spiel vier zum 2:2. Anschließend gaben sich beide keine Blöße, brachten ihre Aufschläge mehr oder weniger sicher durch - Gasquet sicherer als Zverev. Der Tiebreak musste den ersten Satz entscheiden, Zverev behielt die Nerven und setzte sich 7:4 durch.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, diesmal ließ sich Gasquet nicht vom jungen Deutschen überraschen. Erst im achten Spiel fiel die Vorentscheidung zugunsten Zverevs, der sich das Break zum 5:3 sicherte und anschließend zum Sieg aufschlug. Der Hamburger machte es zwar noch einmal spannend, vergab nach 40:0 drei Matchbälle. Dann holte er sich mit einem Ass den vierten Matchball, den er nach 1:30 Stunden sicher verwandelte.

250 Weltranglistenpunkte für Zverev

"Es war eine tolle Woche hier", sagte Zverev nach seinem Triumph, für den er 85.945 Euro und 250 Weltranglisten-Punkte kassierte. "Richard spielt immer stark hier, es war nicht einfach heute", meinte der 19-Jährige, der nur dank einer Wildcard kurzfristig an den Start gehen konnte. Umso bemerkenswerter war sein Turniergewinn: Nach einem Freilos zum Auftakt musste Zverev in allen drei Runden über drei Sätze gehen, um das Endspiel zu erreichen. Im Halbfinale rang er den französischen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga mit 6:7 (6:8), 6:2, 6:4 nieder.

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Sport aktuell | 12.02.2017 | 16:25 Uhr