Stand: 14.10.2017 20:40 Uhr

Volleyballerinnen aus Schwerin feiern Auftaktsieg

von Christian Kahlstorff, NDR.de
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Freude beim SSC (im Bild: Sabine Krause): Zum Bundesliga-Start gab es einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen VCO Berlin.

Die Schweriner Volleyballerinnen sind mit einem klaren Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Gegen das deutsche Nachwuchs-Nationalteam des VCO Berlin gewann der amtierende Deutsche Meister vor 1.679 Zuschauern klar mit 3:0 Sätzen (25:15, 25:19, 25:14). Das Team von Trainer Felix Koslowski zeigte dabei allerdings keine durchweg überzeugende Leistung.

Schwerin beginnt überlegen, aber nicht zwingend

"Wir sind als Meister die Gejagten und vor einer nahezu ausverkauften Arena wollen wir den Fans ein richtig tolles Spiel bieten", hatte Koslowski vor dem Spiel angekündigt. Es schien, als hätte ihn sein Team nicht wirklich erhört. Im ersten Satz konnten die Berlinerinnen durchaus mithalten. Bis zum 9:9 blieb das Spiel ausgeglichen. Die Juniorinnen waren dabei zeitweise ebenbürtig. Die Vorentscheidung in Auftaktsatz verdankte Schwerin einer Stammkraft und einem Neuzugang: Jennifer Geerties und Greta Szakmáry brachten ihr Team mit einer starken Serie vorentscheidend mit 16:10 in Führung. Am Ende brachte Schwerin den Satz mit 25:15 nach Hause.

Jennifer Geerties © imago / Beautiful sports

Auftaktsieg: Der Matchball des SSC

Mit 3:0 Sätzen gewannen die Schweriner Volleyballerinnen das Auftaktspiel gegen das deutsche Nachwuchs-Nationalteam des VCO Berlin.

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SSC bricht ein, VCO hält aggressiv dagegen

Im zweiten Satz wirkte es dann zunächst, als hätte sich das Heimteam warm gespielt. Schnell lag Schwerin mit 10:4 vorne. Die jungen Berliner Spielerinnen ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern und spielten weiter mit, während die SSC-Damen mehr und mehr den Faden verloren. So ging der VCO sogar mit 13:14 kurzzeitig in Führung. Koslowski nahm eine Auszeit und wies seine Spielerinnen zurecht. Endlich ging die Startaufstellung um Denise Hanke, Lousia Lippmann und Jennifer Geerties konzentrierter zu Werke. Am Ende hieß es 25:19 für Schwerin.

Glatter Sieg, Koslowski lobt Gegner und Zuschauer

Auch der dritte Satz wirkte mit 25:14 überlegener als er im Spielverlauf war. Schwerin spielte seine Routine und individuelle Klasse aus. Szakmáry und Geerties waren erneut auffälligste Spielerinnen bei Schwerin. Bezeichnend die Statements der Trainer nach Spielende: Während der norwegische Gästecoach Martin Frydnes sein Team in Schutz nahm, zwar Schwächen bei der Annahme zugab, am Ende jedoch gar nicht unzufrieden schien, bedankte sich Koslowski zunächst bei den Zuschauern für deren Engagement. Ein Lob für den Gegner gab es noch obendrauf. Seinem Team attestierte er trotz des klaren Sieges kaum Positives.

Szakmáry ist bereits voll da

Was beim überzeugenden Gewinn des Supercup (3:0 gegen MTV Stuttgart) noch sehr eingespielt wirkte, sah an diesem Abend noch verbesserungswürdig aus. Die fehlende Routine beim Zusammenspiel ist kaum überraschend: Zur neuen Saison musste Schwerin sieben Ab- und sechs Neuzugänge verkraften. Von letzteren glänzte an diesem Abend vor allem Außenangreiferin Gréta Szakmáry. Die Ungarin war mit elf Punkten mit Abstand beste Punktsammlerin des Heimteams und wurde völlig zu recht zur Spielerin des Abends gekührt. Bei VCO wurde Vanessa Agbortabi (9 Punkte) geehrt.

Weitere Neuzugänge müssen noch integriert werden

Das kann eine tolle Saison werden", hatte Louisa Lippmann vor Saisonstart als Hoffnung artikuliert. "Wir wollen die Schale am Ende der Saison sehr gerne wieder in den Händen halten!" - Um dieses Vorhaben umzusetzen, müssen auch die Kroatin Beta Dumančić, die Serbin Jelena Oluić, Martenne Bettendorf aus den USA und die Finnin Kaisa Alanko bald integriert werden, schließlich hat der SSC mit Meisterschaft, dem DVV-Pokal und dem europäischen CEV-Cup gleich eine dreifache Belastung zu meistern. Dank Dauerkarten-Rekord ist die Unterstützung des Publikums gewiss. Am 18. Oktober geht es in Vilsbiburg gegen die Roten Raben; das nächste Heimspiel ist am 25. Oktober gegen den SC Potsdam. Danach wird Trainer Koslowski hoffentlich nicht nur den Zuschauern danken können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.10.2017 | 20:30 Uhr

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