Stand: 19.04.2017 21:17 Uhr

Volleyball: Schwerin gewinnt erstes Finalspiel

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Gelungener Auftakt in das Finale: Schwerin gewinnt gegen Stuttgart mit 3:1 Sätzen und führt die Serie mit 1:0 an.

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben am Mittwochabend das erste Spiel um die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Vor 1.900 Zuschauern gewannen die Damen des Bundesligisten zu Hause gegen MTV Stuttgart mit 3:1 (25:22, 19:25, 27:25, 25:23). Als beste Spielerin auf Schweriner Seite wurde Louisa Lippmann ausgezeichnet. Auch Maren Brinker machte ein starkes Spiel.

Hochkonzentrierter Beginn von Schwerin

Im ersten Satz waren es die Schwerinerinnen, die die ersten Akzente setzen konnten. Schnell lagen die Damen aus Mecklenburg-Vorpommern mit 4:0 und 8:4 vorne. Louisa Lippmann überzeugte mit guten Angriffsschlägen. Stuttgart wirkte überraschend unkonzentriert. Erst durch zwei Auszeiten konnte Stuttgarts Coach Guillermo Naranjo Hernandez sein Team wieder einschwören. Folgerichtig kam der MTV wieder auf 12:11 heran.

Schreckmoment für Stuttgart

Einen kurzen Schreckmoment mussten die Gäste beim Stand von 15:12 verkraften. Nach einer Kollision mit einer Mitspielerin blieb Libero-Spielerin Wanna Buakaew benommen am Boden liegen, konnte schließlich aber weiterspielen. Stuttgart wirkte danach in der Tat ein wenig unkonzentrierter. Mehrere Fehler führten zu einem Fünf-Punkte-Rückstand, den Schwerin schließlich zum 25:22-Satzgewinn nutzte.

Umkämpfte Sätze

Im zweiten Satz ging Stuttgart deutlich konzentrierter zu Werke. Michaela Mlejnková und immer wieder Renata Sandor brachten die Gäste schnell mit 8:5 und 16:9 in Führung. Stuttgart behielt schließlich mit 25:19 die Oberhand. Im dritten Satz war dann wieder Schwerin am Drücker: Nach klarer Führung lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, den Schwerin erst in der Verlängerung mit 27:25 für sich entscheiden konnte.

Schwerin braucht vier Matchbälle

Wer nun auf Schweriner Seite gedacht hätte, dass Stuttgart das Spiel aufgeben würde, hatte sich zu früh gefreut. Wie auch im Pokalfinale gaben sich die Gäste keineswegs geschlagen. Was der vierte Satz an Klasse vermissen ließ, machte er durch Spannung und Kampf wieder wett. Schwerin hatte dabei lange die Führung inne, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Erst beim Stand von 20:15 schien das Spiel entschieden. Dann setzten bei Schwerin offenbar die Nerven ein: Mehrere Annahmefehler bei Schwerin ließen Matchbälle ungenutzt liegen. Erst im vierten Versuch konnten die Gastgeberinnen das Spiel schließlich beenden.

Schwerin braucht noch zwei Siege

Insgesamt machte Schwerin weniger Fehler als Stuttgart. Entsprechend sah Stuttgarts Trainer Hernandez nach dem Spiel mangelnden Druck auf Schwerin als Grund für die letztlich knappe Niederlage. Er kündigte einen stärkeren Auftritt im zweiten Spiel an. Schwerins Trainer Kosloswki zeigte sich nach dem Sieg entsprechend zufrieden, warnte aber auch vor dem gleichwertigen Gegner. Er erwarte eine lange Serie. Das zweite Spiel in der Best-Of-Five-Serie findet am Sonnabend in Stuttgart statt. Das dritte Finalspiel wird am 26. April wieder in Schwerin ausgetragen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.04.2017 | 22:00 Uhr

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